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Max-Rubner-Institut schlägt eigenes Nährstoff-Logo vor

dpa/lsw Karlsruhe. Ist das gesund oder nicht? Das Max-Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe hat ein eigenes Modell zur Kennzeichnung von Lebensmitteln vorgelegt - und gegen Kritik verteidigt. „Uns geht es darum, auch Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck eine Orientierung zu geben“, sagte MRI-Präsident Pablo Steinberg am Dienstag. Nährwerte wie Salz, Zucker oder Fett seien daher gesondert ausgewiesen. Daneben steht eine Gesamtbewertung, die bis zu fünf Sterne vergibt. Je mehr Sterne ein Produkt bekommt, desto dunkler die Schattierung einer blaugrünen Farbe, mit der der Stern unterlegt ist.

Das Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archivbild

Das Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archivbild

Verbraucherschützer hatten das Logo wegen angeblich zu neutraler Farben kritisiert. „Studien zeigen klar, dass Ampelfarben die beste Voraussetzung für gute Verständlichkeit liefern“, sagte der Geschäftsführer der Organisation Foodwatch, Martin Rücker, in Reaktion auf den MRI-Vorschlag.

Hintergrund der neuen Label-Idee sind die Diskussionen über ein freiwilliges Nährwert-Logo in Deutschland, wie es die große Koalition plant. In anderen Ländern gibt es solche Modelle schon - wie etwa das bunte Farb-Logo Nutri-Score, das auch hierzulande schon einige Produkte tragen. Dabei werden Lebensmittel von einem dunkelgrünen A (sehr gut) bis zu einem roten E (ganz schlecht) bewertet. Dieses Label wird von Foodwatch favorisiert.

Auch der Spitzenverband der Lebensmittelbranche (BLL) hat bereis einen Vorschlag gemacht: Dabei stünde auf der Packung vorne der Nährstoffgehalt und die Kalorienzahl. Veranschaulicht wird das mit fünf Kreisen mit hellblau und lila.

Das MRI ist eine Bundesbehörde. Ihr Modell zur Nährwertkennzeichnung war im Auftrag der Bundesregierung erstellt worden. Eine Verbraucherbefragung soll demnächst klären, welches Logo - darunter das vom MRI vorgeschlagene - bei den Bürgern am besten ankommt.

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Erstellt:
28. Mai 2019, 16:56 Uhr

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