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Mehr als 100.000 bestätigte Corona-Infektionen in Frankreich

dpa Paris. Weit mehr als 15.000 Menschen sind bisher in Frankreich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Nun gibt es eine erste Analyse von rund 6000 Sterbeurkunden der Opfer.

Ein Mann mit Mundschutz vor der Baustelle der Kathedrale Notre Dame in Paris. Foto: Michel Euler/AP/dpa

Ein Mann mit Mundschutz vor der Baustelle der Kathedrale Notre Dame in Paris. Foto: Michel Euler/AP/dpa

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Frankreich ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Es seien rund 103.500 Fälle registriert, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Abend in Paris.

Mindestens 15.700 Menschen seien in Folge einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 seit Beginn der Pandemie gestorben.

Einer ersten Analyse zufolge betrug das Durchschnittsalter der Toten 81 Jahre, wie Salomon sagte. Dazu seien rund 6000 Sterbeurkunden untersucht worden. In 68 Prozent der untersuchten Fälle hätten die Betroffenen Vorerkrankungen am Herzen oder am neurodegenerativen System, schweren Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs gehabt, sagte Salomon.

6730 Patientinnen und Patienten mussten den Angaben zufolge auf Intensivstationen behandelt werden. Das seien 91 weniger als am Vortag, erklärte Salomon. Die Zahl sei trotzdem weiterhin sehr hoch, betonte der Gesundheitsdirektor.

In Italien steigt die Zahl der Corona-Infizierten deutlich langsamer als zuvor. Doch die Zahl der Toten ist am Dienstag mit 602 Opfern innerhalb von 24 Stunden erneut wieder in die Höhe geschnellt. Damit starben in dem Land seit Februar 21.067 mit dem Coronavirus infizierte Menschen, gab der Zivilschutz in Rom bekannt. Die Gesamtzahl der Fälle kletterte nur noch um knapp 1,9 Prozent auf 162.488. Das war der niedrigste prozentuale Anstieg seit der ersten Märzwoche.

Am Vortag hatte der Zivilschutz 566 neue Todesfälle registriert. Ein Experte hatte schon dazu erläutert, dass die weiter relativ hohen Todeszahlen nicht das aktuelle Infektionsgeschehen zeigen würden. Vielmehr hätten sich diese Opfer in der Regel bereits vor Wochen mit dem Erreger angesteckt.

Auch am Dienstag lagen noch einmal weniger Menschen als am Vortag auf Intensivstationen. Das ist wichtig, weil die Krankenhäuser besonders im Norden stark unter Druck sind. Und die Lage in den Hospitälern bestimmte bisher mit darüber, welche Maßnahmen die Politik ergriffen hat.

In Italien traten in vielen Regionen am Dienstag leichte Lockerungen der strengen Schutzmaßnahmen in Kraft. Einige Geschäfte, etwa Buch- und Schreibwarenläden sowie Läden für Babykleidung, die bisher geschlossen waren, durften wieder öffnen. Doch die heftig betroffene Lombardei machte - wie einige andere - eine Ausnahme. Sie will diese Läden nicht ganz so schnell wieder aufmachen. Außerdem gilt dort nun vielerorts eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken.

Viele Läden sowie alle Restaurants und Bars sind in Italien weiter zu, während der Lebensmittelhandel, die Apotheken, Tankstellen und anderes stets offen waren. Die strengen Ausgangsverbote für die Bürger hat die Regierung in Rom vor Ostern bis zum 3. Mai verlängert.

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Erstellt:
14. April 2020, 21:36 Uhr

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