Makabre Entdeckung in Kenia

Mehr als 30 Leichen aus Wald geborgen

In einem Wald nahe der Küste sind binnen zehn Tagen über 30 Tote entdeckt worden. Die Behörden vermuten eine Verbindung zu früheren Massengräbern einer Sekte.

Das Bild zeigt einen Wald in Kenia. (Archivbild)

© IMAGO / Wirestock

Das Bild zeigt einen Wald in Kenia. (Archivbild)

Von red/epd

In Kenia sind im Laufe der vergangenen zehn Tage mehr als 30 Leichen aus einem Wald nahe der Pazifikküste geborgen worden. Wie die Zeitung „Daily Nation” am Freitag berichtete, sind genauere Hintergründe noch nicht bekannt. Allerdings werde ein Zusammenhang zu früheren Leichenfunden vermutet.

2023 waren nur 30 Kilometer entfernt von der aktuellen Fundstelle hunderte menschliche Überreste in flachen Gräbern im Wald gefunden worden. Bei den Toten handelte es sich um Mitglieder einer Sekte. Auch in der neuen Fundstelle im Kwa-Bi Nzaro-Wald werden laut “Daily Nation“ weitere Leichen vermutet.

Zusammenhang mit früherem Fund vermutet

Die Funde von 2023 machten die Behörden im Wald in Shakahola, wo der selbst ernannte Pastor Paul Mackenzie mit seinen Anhängerinnen und Anhängern lebte. Er soll sie überzeugt haben, sich zu Tode zu hungern, um in den Himmel zu kommen, bevor die Welt untergeht. Inzwischen sind in dem Gebiet in der Küstenregion im Osten des Landes mehr als 450 Leichen exhumiert worden, darunter viele Kinder. 300 davon sind weiterhin nicht identifiziert.

Aktuell läuft ein Prozess gegen Mackenzie, der wegen Mordes angeklagt ist. Zeugen berichten von Riten rund um den Hungertod. Mit Predigten auf seinem eigenen Fernsehsender lockte er Menschen aus allen Landesteilen an, die sich ihm anschlossen.

Zum Artikel

Erstellt:
29. August 2025, 12:52 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen