Familienunternehmen aus Biberach
Mehr Gewinn trotz Baustellen-Krise: Liebherr legt zu
Trotz Baustellen-Krise steigert Liebherr seinen Gewinn und beschäftigt mehr Menschen. Wie das Familienunternehmen das geschafft hat und welche Bereiche besonders zulegten.
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Mehrere Liebherr-Bagger auf einer Abstellfläche.
Von red/dpa/lsw
Das Familienunternehmen Liebherr hat trotz teils scharfen konjunkturellen Gegenwinds 2025 zugelegt. Das Unternehmen, das Bagger, Kräne und auch Kühlschränke im Angebot hat, steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz minimal auf 14,7 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 14,6 Milliarden Euro.
Unter dem Strich wurde mehr verdient. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 258 auf 272 Millionen Euro. Liebherr ist mit seinem Hauptsitz im schweizerischen Bulle ansässig. Gegründet wurde das Familienunternehmen aber 1949 von Hans Liebherr in Kirchdorf an der Iller (Kreis Biberach).
Fast 56.000 Angestellte weltweit
Zum Jahresende beschäftigte Liebherr weltweit 55.963 Männer und Frauen, 1.235 mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Deutschland ist nach Angaben einer Sprecherin der wichtigste Produktions‑ und Arbeitgeberstandort von Liebherr. Hier arbeiten rund 24.600 Menschen. Dies entspreche gegenüber 2024 einem leichten Wachstum von knapp 1 Prozent.
Rückläufige Erlöse bei Baumaschinen und Mining
In den Sparten Maritime Krane, Luftfahrt und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Kühl- und Gefriergeräte, Komponenten sowie Hotels steigerte das Unternehmen den Umsatz um 14,7 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.
Rückläufig entwickelten sich hingegen die Erlöse im Bereich Baumaschinen und Mining, zu dem die Produktsegmente Erdbewegung, Materialumschlag, Spezialtiefbau, Mining, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane und Betontechnik gehören. Wenngleich die Produktsegmente Spezialtiefbau und Turmdrehkrane zulegten, ging der Umsatz des gesamten Bereichs um 5,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zurück.
