Mehr Gewusel an den Kassen in der Industriestraße

Während eine Backnanger Filiale abgerissen und neu gebaut wird, bleiben viele Kunden der Lebensmittel-Einzelhandelskette treu

In der Industriestraße hat das Unternehmen aufgerüstet. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

In der Industriestraße hat das Unternehmen aufgerüstet. Foto: J. Fiedler

Von Sarah Schwellinger

BACKNANG. „Vor allem am Wochenende sind die Schlangen an den Kassen lang“, erzählt Birgit Eisenmann. Normalerweise ist sie jeden Samstag ins Kaufland in die Sulzbacher Straße gefahren. Seit dem 23. Juni dieses Jahres ist die Filiale jedoch geschlossen und Eisenmann fährt deshalb in die Filiale in der Industriestraße. Aus Gewohnheit, meint sie. Denn jahrelang sei sie die Produktpalette nun gewohnt, es sei einfach ihr Laden. Deshalb nimmt sie nun den weiteren Weg quer durch Backnang auf sich. Doch so ganz nach gewohnter Manier gehe es auch in der Industriestraße nicht. Denn der Unterschied zur Kaufland-Filiale in der Sulzbacher Straße ist groß, die gewohnten Gänge sind aufgelockert, nicht mehr so hoch.

Während in der Sulzbacher Straße gebaut wird, hat sich Kaufland auf mehr Kunden in der Industriestraße eingestellt. „In Abstimmung mit der Stadt haben wir für diese Zeit 50 zusätzliche Parkplätze geschaffen“, so die Pressestelle. Trotzdem sind vor allem samstags, am Haupteinkaufstag der Woche, die Parkplätze überfüllt.

Auch innerhalb der Filiale wurden Vorkehrungen für einen Besucheransturm getroffen. Vier neue, moderne Leergutautomaten sowie zusätzlich zwei Automaten speziell für Einwegpfand wurden eingebaut. Dadurch werde die Leergutabgabe deutlich schneller und einfacher, so die Pressesprecher von Kaufland. Außerdem wurden vier zusätzliche Kassen installiert, insgesamt sind es nun 20 Kassen, an denen an Samstagen Hochbetrieb herrscht. Die Mitarbeiter, die mit der Filiale in der Sulzbacher Straße ihren gewohnten Arbeitsplatz verloren haben, wurden auf umliegende Kaufland-Filialen verteilt. Rund 40 davon haben in der Industriestraße eine vorübergehende Arbeitsstelle gefunden.

Doch wie Birgit Eisenmann geht es nun vielen Kunden: Sie finden sich in der neuen Umgebung erst einmal nicht zurecht, denn geändert hat sich zum Zeitpunkt der Baumaßnahmen auch in der Industriestraße einiges. Beispielsweise wurden auf der Verkaufsfläche die Sortimente verändert, wie die Pressestelle erläutert: „So haben wir den Bereich für Pflanzen etwas verkleinert, dafür den To-Go-Bereich neu angeordnet und zusätzlichen Platz für Lebensmittel ,aus aller Welt‘ und Brotwaren geschaffen.“ Milch in Tetra-Packs ist nun in einem neuen, größeren Bereich platziert und für Molkereiprodukte wurden zusätzliche Kühltruhen aufgestellt. „Bei den Drogeriewaren haben wir durch den Einbau höherer und tieferer Regale deutlich mehr Fläche geschaffen.“

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Erstellt:
7. August 2018, 06:00 Uhr

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