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Mehr Grenzkontrollen auch im Südwesten

dpa/lsw Konstanz. Stärkere Kontrollen der Grenzen auch in Baden-Württemberg: Nach einem Erlass von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Bundespolizei Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz intensiviert. Hintergrund ist, dass ein kriminelles Clan-Mitglied wieder in Deutschland aufgetaucht ist, das im Sommer abgeschoben worden war.

Ein Bundespolizist stoppt an der A 17 einen tschechischen Reisebus. Foto: Matthias Hiekel/ZB/dpa/Archivbild

Ein Bundespolizist stoppt an der A 17 einen tschechischen Reisebus. Foto: Matthias Hiekel/ZB/dpa/Archivbild

Personen, bei denen im Rahmen der Fahndungsüberprüfung eine Wiedereinreisesperre für Deutschland festgestellt werde, sollen künftig zurückgewiesen werden, teilte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Konstanz am Freitag mit. Das gelte ungeachtet eines etwaigen neuen Schutzersuchens.

Der Schwerpunkt der geplanten Kontrollen soll nach Angaben des Sprechers künftig öfter unmittelbar an der Binnengrenze liegen. Die Beamten wollen dabei besonders die zur illegalen Migration häufig genutzten Verkehrswege in den Blick nehmen. Die Gemeinsame Operative Dienstgruppe (GOD) Bodensee, zu der deutsche Bundespolizisten und Mitarbeiter der Eidgenössischen Zollverwaltung gehören, kontrolliere gemeinsam auf beiden Seiten der Grenze.

Die Zahl der Menschen, die beim Versuch der unerlaubten Einreise nach Baden-Württemberg aufgegriffen werden, sinkt seit Jahren. 2016 seien es 11 676 Personen gewesen, berichteten die „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag) unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizei. 2017 seien es 8342 und im vergangenen Jahr 6478 gewesen. In diesem Jahr wurden demnach bisher 3614 Fälle gezählt.

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Erstellt:
8. November 2019, 15:25 Uhr

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