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Mehr Informationen über Artenschutz-Regeln für Bauherren

dpa/lsw Stuttgart. Wer bauen will, muss Rücksicht auf den Artenschutz nehmen - ein neuer Leitfaden soll einen besseren Überblick über die Vorgaben liefern. Eine rund 80 Seiten starke Broschüre beschreibe Konflikte bei Bauprojekten und zeige Lösungen auf, sagte Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Montag in Stuttgart. Hintergrund ist, dass sich Bauvorhaben und Artenschutzvorgaben immer wieder in die Quere kommen - solche Auseinandersetzungen während laufender Bauprojekte kosten Investoren Zeit und Geld.

Nicole Hoffmeister-Kraut kommt zu einer Pressekonferenz. Foto: Marijan Murat/dpa

Nicole Hoffmeister-Kraut kommt zu einer Pressekonferenz. Foto: Marijan Murat/dpa

Hoffmeister-Kraut sagte, Bauherren betrachteten Artenschutz oft als Hemmnis für Bauleitpläne und Bauvorhaben. Die Anforderungen seien fachlich und rechtlich komplex. „Dies verunsichert die Planungsträger häufig und stellt sie vor große Herausforderungen.“

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sagte, der Leitfaden sensibilisiere alle Beteiligten für den Artenschutz. Gleichzeitig gebe er praktische Hinweise, wie artenschutzrechtliche Vorschriften korrekt abgearbeitet werden müssten. Die neue Broschüre solle auch Kommunen und Behörden bei der Beurteilung der Vorgaben unterstützen.

Die „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag) hatten zunächst über die Broschüre berichtet. Der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbands, Gerhard Bronner, sagte dem Blatt, der Leitfaden sei zwar ein Fortschritt. Er ändere aber nichts an dem Problem, dass das Artenschutzrecht zu Dingen zwinge, „die Blödsinn sind“. Daher brauche es einen Artenschutzplan als Grundlage für die Festlegung von Ausnahmen.

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Erstellt:
2. Dezember 2019, 13:36 Uhr

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