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Mehr Mut

Der Klimagipfel von Kattowitz hat geliefert – Berlin muss das nun auch

Erderwärmung -

Der Zug der internationalen Klimapolitik ist beim Klimagipfel im polnischen Kattowitz nicht entgleist. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Für die Welt ist das schon eine ziemlich gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass der Klimawandel damit weder gebremst noch gar gestoppt worden ist. Diese Aufgabe bleibt, sie bleibt schwierig, und das Risiko des Scheiterns bleibt ebenfalls.

Natürlich sind die Regeln, auf die sich die Klimapolitiker aus 197 Staaten der Welt in Kattowitz verständigt haben, nicht perfekt. Entscheidend aber ist, dass das Regelbuch für den Klimaschutz jetzt steht: von 2022 an werden die Treibhausgasemission in den Industriestaaten und von 2024 an auch in den Entwicklungsländern einheitlich gemessen. Damit ist das politische Fundament gelegt, um ernst zu machen mit dem klimaschonenden Umbau der Weltwirtschaft.

So wichtig die Klimagipfel mit ihren kleinen, oft nur unter Ach und Krach erhandelten Trippelfortschritten bleiben, so klar ist, dass die nächsten Etappen bei der Eindämmung des Klimawandels nicht in Verhandlungssälen gewonnen werden. Für die fast 200 Nationen rund um den Globus wird es Zeit zu liefern. Das gilt für Deutschland und Europa in besonderem Maße. Es besteht kein Zweifel, dass die alte Welt vor allem in der moralischen Verantwortung steht, sich klimapolitisch an die Spitze zu setzen. Starke Industrieländer müssen zeigen, dass sie es mit der Verminderung von Emissionen ernst meinen und dass sie Fortschritte machen. Mit ihren vielen technologisch starken Unternehmen hat die Bundesrepublik gute Chancen, dabei erfolgreich zu sein. Dazu muss die große Koalition ihre abwartende Haltung ablegen und den Mut aufbringen, die Entwicklung zu steuern. Wer, wenn nicht sie – und wann, wenn nicht jetzt?https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.weltklimakonferenz-truebe-stimmung-beim-gipfel-in-kattowitz.97da0edd-81af-4303-8122-3e28386edcc3.htmlhttps://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.umweltministerin-svenja-schulze-beim-klimagipfel-in-kattowitz-showtime-fuer-umweltministerin-svenja-schulze.c7b3afe7-3d24-43ed-8833-76b89fdf095c.html

baerbel.krauss@stzn.de

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Erstellt:
17. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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