Proteste im Iran

Merz, Macron und Starmer rufen iranische Führung zu Gewaltverzicht auf

Im Iran gehen die Menschen zu Tausenden auf die Straße. International wächst die Sorge vor brutaler staatlicher Repression. Berlin, Paris und London schicken eine eindringliche Warnung.

Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der Premierminister Keir Starmer.

© Tom Nicholson/PA Wire/dpa/Tom Nicholson, MARIN / POOL / AFP, Michel Euler / POOL / AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der Premierminister Keir Starmer.

Von red/dpa

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben die iranische Staatsführung angesichts der Massenproteste eindringlich zum Gewaltverzicht aufgerufen. „Wir sind zutiefst besorgt über Berichte von Gewalt durch iranische Sicherheitskräfte und verurteilen die Tötung von Demonstranten auf das Schärfste“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer.

Die iranischen Behörden seien verantwortlich für den Schutz der eigenen Bevölkerung, sie müssten Meinungsfreiheit und friedliche Versammlungen zulassen, ohne dass Angst vor Repressalien herrsche. „Wir fordern die iranischen Behörden nachdrücklich dazu auf, Zurückhaltung zu üben, von Gewalt abzusehen und die Grundrechte der iranischen Bürgerinnen und Bürger zu wahren“, so die Erklärung. 

Der Iran warf den drei Ländern in einer Reaktion vor, dass ihre Sorgen „heuchlerisch“ seien. „Jene, die seit langem einen rechtswidrigen wirtschaftlichen Krieg gegen die iranische Bevölkerung führen, müssen für die daraus resultierenden Folgen zur Rechenschaft gezogen werden“, hieß es in Anspielung auf internationale Sanktionen in einer Erklärung der iranischen Botschaft in Berlin. „Wir verurteilen böswillige Einmischungen in Irans innere Angelegenheiten, die darauf abzielen, Gewalt zu provozieren.“

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Erstellt:
9. Januar 2026, 22:04 Uhr

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