Meyfarth macht sich für Start von Hochsprung-Talent stark

dpa Stuttgart. Die zweimalige Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth hat sich für eine Starterlaubnis der 16 Jahre alten Johanna Göring bei den deutschen Meisterschaften stark gemacht. „Offensichtlich verhindern (wieder einmal) bürokratische Vorschriften und Papierparagrafen die Förderung von Spitzenleistungen, die wir in der deutschen Leichtathletik zur Darstellung unserer Sportart unbedingt benötigen“, kritisierte Nasse-Meyfarth am Freitag in einem Schreiben an den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).

Göring hatte am vergangenen Sonntag in Stuttgart ihre Bestleistung von 1,72 Meter aus dem Vorjahr auf 1,92 Meter gesteigert. Die bis dato letzte deutsche Hochspringerin, die in diesem Alter eine solche Höhe überquerte, war Meyfarth bei ihrem Olympiasieg 1972 in München.

Damit steht das Talent vom SV Kornwestheim in der deutschen Jahresbestenliste vor Rekordmeisterin Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart/1,88 Meter). An den Titelkämpfen am Wochenende in Braunschweig darf Göring aber nicht teilnehmen, weil die Meldefrist abgelaufen ist.

„Da es auch Ihre Pflicht ist, den Nachwuchs auf jede vertretbare Art zu fördern, bitten wir Sie eindringlich, von Ihrem Recht auf Aussetzung von Vorschriften Gebrauch zu machen und Johanna Göring die Teilnahme in Braunschweig zu erlauben“, heißt es in dem Schreiben, das neben Nasse-Meyfarth auch Ellen Mundinger und Renate Gärtner unterschrieben haben. Das Trio startete 1972 in München bei Olympia, Meyfarth gewann damals sensationell Gold.

© dpa-infocom, dpa:210604-99-864202/3

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Erstellt:
4. Juni 2021, 15:59 Uhr

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