Anleger skeptisch

Microsoft-Aktie fällt um 7 % - Das ist der Grund

Die Microsoft-Aktie hat am Donnerstag deutlich nachgegeben und notiert aktuell bei knapp 375 Euro, was einem Rückgang von 7 Prozent entspricht. Trotz starker Quartalszahlen reagierten die Anleger skeptisch.

Die Microsoft-Aktie fällt trotz starker Quartalszahlen um 7 Prozent. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kursrückgang ausgelöst haben.

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Die Microsoft-Aktie fällt trotz starker Quartalszahlen um 7 Prozent. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kursrückgang ausgelöst haben.

Von Matthias Kemter

Microsoft präsentierte am Mittwoch nach Börsenschluss beeindruckende Quartalszahlen. Der Umsatz stieg um 17 Prozent, der operative Gewinn sogar um 21 Prozent. Dennoch verlor die Aktie im nachbörslichen Handel und setzte ihren Abwärtstrend am Donnerstag fort. Die Gründe für den Kursrückgang liegen in den hohen Investitionskosten und einer nachlassenden Wachstumsdynamik im Cloud-Geschäft.

Hohe Investitionen belasten die Aktie

Ein zentraler Faktor für den Kursrückgang sind die stark gestiegenen Investitionen. Microsoft gab im letzten Quartal 37,5 Milliarden Dollar für den Ausbau seiner KI- und Cloud-Infrastruktur aus. Ein Anstieg von 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Ausgaben übertrafen die Erwartungen der Analysten und sorgten für Unsicherheit, ob sich diese Investitionen kurzfristig auszahlen werden. Besonders die Abhängigkeit von OpenAI, einem wichtigen Partner im KI-Bereich, wird kritisch gesehen.

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Wachstumsdynamik im Cloud-Geschäft lässt nach

Obwohl die Cloud-Sparte Azure weiterhin stark wächst, verlangsamte sich das Wachstum leicht auf 39 Prozent, nach 40 Prozent im Vorquartal. Diese leichte Abschwächung wurde von Anlegern negativ aufgenommen, da sie Zweifel an der zukünftigen Wachstumsstärke des Cloud-Geschäfts weckt. Auch der Ausblick für das laufende Quartal fiel verhalten aus, was die Nervosität der Investoren weiter verstärkte.

Margendruck und verhaltener Ausblick

Microsofts operative Marge wird im kommenden Quartal voraussichtlich bei 45,1 Prozent liegen und damit unter den Markterwartungen von 45,5 Prozent. Diese Prognose enttäuschte die Anleger, die angesichts der hohen Investitionen auf eine stärkere Margenentwicklung gehofft hatten. Zudem wird erwartet, dass das Wachstum der Azure-Sparte weiter auf 37 bis 38 Prozent zurückgeht.

Fazit

Die Microsoft-Aktie leidet unter einer Kombination aus hohen Investitionskosten, einer nachlassenden Wachstumsdynamik und einem verhaltenen Ausblick. Trotz starker Quartalszahlen konnten diese Faktoren die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen, was zu einem deutlichen Kursrückgang führte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Microsoft die hohen Ausgaben in nachhaltiges Wachstum umwandeln kann.

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Erstellt:
29. Januar 2026, 14:54 Uhr

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