Millionen Tonnen im Müll: Aktionen gegen Essensverschwendung

dpa/lsw Stuttgart. Auf dem Weg vom Acker oder von der Weide zum Esstisch landen in Deutschland auch weiterhin Jahr für Jahr viele Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Da jedes zweite Kilo in privaten Haushalten entsteht und nur wenige Prozent im Handel, sollen die Menschen in Baden-Württemberg im Rahmen einer Aktionswoche für das Thema und die Folgen sensibilisiert werden, wie das Verbraucherschutzministerium in Stuttgart mitteilte. Es ist die zweite Kampagne dieser Art.

Peter Hauk (CDU), Verbraucherschutzminister in Baden-Württemberg, spricht bei der Regierungspressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archiv

Peter Hauk (CDU), Verbraucherschutzminister in Baden-Württemberg, spricht bei der Regierungspressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archiv

„Das Hauptproblem ist die Verschwendung im eigenen Kühlschrank“, sagte Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) am Donnerstag in Stuttgart. Daher sei es vor allem wichtig, die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern, hieß es aus dem Ministerium weiter.

In der kommenden Woche will das Ministerium unter dem Titel „Lebensmittelretter - neue Helden braucht das Land“ über Einkaufsplanung und richtige Lagerung ebenso informieren wie über den Umgang mit der Mindesthaltbarkeit oder über Rezepte zur Resteverwertung. Geplant sind auch Plakate, Infostände und persönliche Beratungen von teilnehmenden Handelspartnern und den baden-württembergischen Tafeln. Auf Instagram werden zudem Fotos übriggebliebener Lebensmittel und daraus zubereiteter Speisen gesammelt.

Nach einer Studie im Auftrag des Bundesernährungsministeriums für 2015 landen knapp zwölf Millionen Tonnen pro Jahr auf dem Müll - auf Privathaushalte entfällt demnach gut die Hälfte der Gesamtmenge. Demnach werden etwa 75 Kilogramm pro Person und Jahr in den Privathaushalten in Deutschland weggeworfen. Laut World Wide Fund For Nature gehen in Deutschland jährlich sogar rund 18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel verloren.

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1. Oktober 2020, 12:23 Uhr

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