Minister Untersteller kritisiert geplante EEG-Novelle

dpa/lsw Stuttgart. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat den Entwurf für die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) scharf kritisiert. Die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagenen Regeln würden dazu führen, dass viele Gewerbetreibende und Mittelständler den auf dem eigenen Dach erzeugten Solarstrom künftig nicht mehr selbst nutzen dürften, sagte Untersteller der „Stuttgarter Zeitung“ (Montag). „So vergällt man den Leuten die Lust, bei der Energiewende mitzumachen.“

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Der Entwurf soll am Dienstag im Bundeskabinett beraten werden. Künftig sollen demnach auch Photovoltaik-Anlagen auf Dächern ab einer bestimmten Größe nur installiert werden, wenn sie zuvor den Zuschlag in einem Ausschreibungsverfahren erhalten. Bisher galt dies nur für Anlagen auf freien Flächen. Bei ausschreibungspflichtigen Anlagen darf der Betreiber den günstig produzierten Strom nicht selbst nutzen, sondern muss ihn komplett ins Netz einspeisen.

Zum Artikel

Erstellt:
20. September 2020, 15:58 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!