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Ministerin kritisiert Pläne für Qualifizierungsprogramm

dpa/lsw Stuttgart. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat das vom Staatsministerium ausgearbeitete Sofortprogramm für Beschäftigte der Autoindustrie als „unüberlegten Schnellschuss“ und „durchsichtige Symbolpolitik“ kritisiert. „Der alleinige Fokus auf den Automobilsektor greift aus meiner Sicht deutlich zu kurz“, sagte sie am Donnerstag. Zwar sei die Elektrifizierung ohne Frage eine zentrale Herausforderung. Die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundenen Umwälzungen seien aber eine noch viel größere Herausforderung - und die beträfen eben nicht nur die Autoindustrie.

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, nimmt an einer Regierungs-Pressekonferenz teil. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, nimmt an einer Regierungs-Pressekonferenz teil. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv

Das geplante Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramm soll sich an alle Beschäftigten richten, also auch an Hochqualifizierte, deren Job bei Autoherstellern oder Zulieferern in den kommenden Jahren stark Veränderungen unterworfen ist oder womöglich ganz wegfällt - etwa in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren. Das Staatsministerium von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte es entwickelt - offenkundig ohne vorherige Abstimmung. Hoffmeister-Kraut verwies am Donnerstag darauf, dass in ihrem Haus schon intensiv an einem Weiterbildungskonzept gearbeitet werde.

Auch an der Liste von 14 Regionen, in denen das Programm angeboten werden soll, übte sie harsche Kritik. Einige Regionen seien schlicht vergessen worden. „Das ist ein fatales Signal an die betroffenen Unternehmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Regionen“, beklagte sie.

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Erstellt:
13. Februar 2020, 16:18 Uhr

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