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Ministerium blickt auf Waldschäden nach Orkantief „Sabine“

dpa/lsw Stuttgart. Sturmtief „Sabine“ hat Spuren in den Wäldern des Landes hinterlassen. Für die Aufräumarbeiten sind in den nächsten Tagen und Wochen mehrere Waldgebiete im Südwesten gesperrt.

Umgeknickte Bäume liegen neben einer Landstraße. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Umgeknickte Bäume liegen neben einer Landstraße. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Unwetter „Sabine“ hat in den Wäldern Baden-Württembergs für Schäden gesorgt. Nach Angaben des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz sind etwa 1,6 Millionen Kubikmeter Schadholz durch den Sturm entstanden. Rund 500 000 Kubikmeter bis 700 000 Kubikmeter davon gehören zum landeseigenen Wald. Die übrige Menge gehört den Angaben zufolge privaten und kommunalen Waldbesitzern. „Auch wenn die Folgen von Sabine bei uns nicht annähernd so dramatisch sind, wie damals bei Lothar, stellen die aktuellen die Waldschäden durch Bruch und Wurf der Bäume die Waldbesitzer vor große Herausforderungen“ sagte Forstminister Peter Hauk (CDU) am Dienstag in Stuttgart.

„Lothar“ hatte über Jahre Spuren in Baden-Württemberg hinterlassen: Am 26. Dezember 1999 war er mit teils mehr als 200 Stundenkilometern über Südwestdeutschland hinweggefegt. In der Rheinebene und im Schwarzwald hatte er immense Schäden angerichtet. Allein in den Wäldern hinterließ der Orkan rund 40 000 Hektar Kahlflächen.

Für Waldbesucher ist nach „Sabine“ Vorsicht geboten: Wegen Aufräumarbeiten sind in den nächsten Tagen und Wochen zahlreiche Waldgebiete im Land gesperrt. Um sich selbst zu schützen und die Arbeiten nicht zu stören, sollen die Sperrungen unbedingt beachtet werden, wie das Ministerium mitteilte. Aber auch außerhalb der Sperrungen kann es gefährlich werden. Angeknackste Baumkronen könnten durch einen leichten Windstoß umfallen, hieß es. Das Land möchte die Waldbesitzer bei der Schadensbewältigung unterstützen. Da das Sturmtief Wälder in ganz Deutschland betraf, sieht Baden-Württemberg aber auch den Bund in der Pflicht. Das Unwetter war vor allem am Montagmorgen der vergangenen Woche über den Südwesten gezogen.

Mehr als eine Woche nach „Sabine“ ist der Bahnverkehr im Schwarzwald immer noch eingeschränkt. Die Höllentalbahn soll ab kommenden Sonntag (23. Februar) wieder zwischen den Haltestellen Himmelreich und Neustadt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald verkehren. Die Strecke Villingen-Donaueschingen-Neustadt soll bereits ab diesem Donnerstag (20. Februar) wieder in Betrieb genommen werden, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Teilstrecken der Schwarzwaldbahn blieben noch länger gesperrt: Zwischen Hornberg (Ortenaukreis) und St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sollen ab Montag (24. Februar) wieder Züge fahren - allerdings nur eingleisig. Ab dem 9. März solle dann auch das zweite Gleis wieder befahren werden, so die Deutsche Bahn. Grund für die Sperrungen seien „umfangreiche Schäden“ an 27 Stellen.

Die Dreiseenbahn zwischen Titisee und der Haltestelle Seeburgg bei Schluchsee (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) bleibt weiterhin gesperrt. Dort lagen etwa 15 Bäume im Gleis. Diese wurden mittlerweile zwar entfernt, mit der Erneuerung der Oberleitung beginne man jedoch erst am 24. Februar.

Bis die Züge wieder regelmäßig fahren, müssen Reisende weiterhin auf den Schienenersatzverkehr, der meist durch Busse gewährleistet wird, umsteigen. Die Deutsche Bahn arbeite mit Hochdruck daran, die Schäden zu beheben, hieß es in der Pressemitteilung.

Das Orkantief war vor allem am Montagmorgen vergangener Woche über den Südwesten hinweggezogen. Während des Unwetters stellte die Deutsche Bahn den Zugverkehr zeitweise weitgehend ein.

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Erstellt:
18. Februar 2020, 16:39 Uhr

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