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Missbrauch in der Kirche: Ermittlungsverfahren eingestellt

dpa/lsw Tübingen. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat die Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen 22 Geistliche der Diözese Rottenburg-Stuttgart eingestellt. Das teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Ihren Angaben nach war entweder kein strafrechtlich verfolgbares Verhalten der Beschuldigten festzustellen oder die Fälle sind bereits verjährt.

Das Kreuz einer Kirche ist vor bewölktem Himmel zu sehen. Foto: Nicolas Armer/Archivbild

Das Kreuz einer Kirche ist vor bewölktem Himmel zu sehen. Foto: Nicolas Armer/Archivbild

Hintergrund ist eine Strafanzeige gegen Unbekannt von sechs Juristen, die diese im Oktober bei Staatsanwaltschaften im Bereich aller 27 katholischen Bistümer eingereicht hatten. Im Zusammenhang mit der von der Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Missbrauchsstudie forderten sie Ermittlungen wegen juristisch nicht aufgearbeiteter Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche.

Die Anzeige wegen sexuellen und schweren sexuellen Missbrauchs beschäftigte auch die Staatsanwaltschaft Tübingen, in deren Bezirk sich der Sitz der Diözese Rottenburg-Stuttgart befindet. Die Diözese habe die Personalakten der betreffenden Priester, Diakone und männlichen Ordensgehörigen umgehend der Staatsanwaltschaft übergeben, so die Sprecherin. Überwiegend seien die Fälle bereits durch die 2002 bei der Diözese eingerichtete „Kommission sexueller Missbrauch“ aufgearbeitet worden. Möglicherweise Geschädigte selbst haben in keinem der 22 Fälle Strafanzeige erstattet.

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Erstellt:
28. Mai 2019, 14:58 Uhr

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