Mit 23 Jahren: Geiger dachte über Karriereende nach

dpa Zuzenhausen. Dennis Geiger vom Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim hat nach seiner dritten schweren Verletzung zu Jahresbeginn Rücktrittsgedanken gehegt. „Die ersten drei bis vier Wochen waren extrem schlimm. Ich war nur zu Hause, habe mir viele Gedanken über mich gemacht und gefragt, ob es überhaupt noch Sinn ergibt, weiterhin Fußball zu spielen“, sagte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler in einem Interview des Vereinsmagazins „Spielfeld“.

Hoffenheims Dennis Geiger spielt den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Hoffenheims Dennis Geiger spielt den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Wegen der Oberschenkelverletzung verpasste Geiger in der Vorsaison die komplette Rückrunde und die U21-Europameisterschaft, bei der die DFB-Auswahl den Titel gewann. „Viele denken, dass es leichter zu verarbeiten ist, wenn man die Situation kennt, aber für mich war es sogar schlimmer als bei den vorherigen Verletzungen“, berichtete Geiger. Er habe Fußball danach nicht einmal im TV anschauen können: „Es ging einfach nicht. Es hat in mir etwas Negatives ausgelöst.“

Vor allem seine Familie und Freundin hätten ihm dabei geholfen, die „Reha auch in schlechten Momenten durchzuziehen“, sagte das TSG-Eigengewächs. In Abstimmung mit dem Verein habe er in dieser schweren Zeit auch bewusst andere Abläufe gewählt und den täglichen Kontakt zur Mannschaft vermieden. „Ich war auch mal fünf Wochen raus aus der Region, nach München, damit ich den Kopf freibekomme“, erzählte Geiger, der in dieser Spielzeit bisher vier Bundesligaspiele bestritt.

© dpa-infocom, dpa:211008-99-529894/2

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Erstellt:
8. Oktober 2021, 16:16 Uhr

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