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Mit Gewalt unabhängig

7. Jahrhundert Die Armeen des Kalifen Umar ibn al-Chattab eroberten die kurdischen Siedlungsgebiete in der wegen seiner Wasser- und Ölvorkommen geopolitisch damals wie heute strategisch bedeutsamen Region der heutigen Länder Irak, Iran, Syrien und Türkei. Die meisten Kurden konvertierten zum Islam und arrangierten sich mit der in Persien herrschenden Dynastie der Safawiden.

1514 Nach der Schlacht nahe dem ostanatolischen Tschaldiran brachen die Kurden mit den Safawiden und verbündeten sich mit den Osmanen. Im Gegenzug für ihre Loyalität durften kurdische Lokalfürsten ihre Besitztümer in vererbbare Fürstentümer umwandeln. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zielte die osmanische Politik darauf ab, die Macht kurdischer Fürsten zu beschränken.

1880 Der kurdische Scheich Ubeydullah forderte die Unabhängigkeit Kurdistans und seine Anerkennung als Staat. Den Aufstand des Scheichs schlugen osmanische Soldaten nordöstlich von Mosul schnell nieder.

24. Juli 1923 Im Vertrag von Lausanne zogen die Siegermächte des Ersten Weltkrieges die Grenzen des Nahen Ostens neu. Die Kurden wurden so auf die Staaten Irak, Iran, Syrien und Türkei aufgeteilt. Mehr als die Hälfte aller Kurden leben seitdem in der Türkei. Zuvor hatten die Alliierten den Kurden eine autonome Region in Aussicht gestellt. Die Türkei erkannte seit 1923 Kurden nicht als ethnische Minderheit an. Eine Reihe kurdischer Aufstände wurde blutig niedergeschlagen, die kurdische Sprache bis vor wenigen Jahren verboten.

27. November 1978 Im zentralanatolischen Dorf Ziyarat gründete der Student Abdullah Öcalan mit türkischen und kurdischen Kommilitonen die Arbeiter- partei Kurdistans (PKK). Sie bekennt sich ausdrücklich dazu, Gewalt anzuwenden, um die Unabhängigkeit und Eigen- ständigkeit Kurdistans zu verwirklichen.

21. Oktober 2004 Der Bundesgerichtshof entschied, dass die Führungsebene der PKK in Deutschland als kriminelle Vereinigung anzusehen ist, nicht jedoch die PKK als Ganzes. Die Richter bestätigten damit ein Betätigungsverbot für die PKK, das Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) am 26. November 1998 erließ. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte am 17. Juli 2008: „Die PKK war und ist eine terroristische Vereinigung.“ In keinem europäischen Land werden so viele Terrorismusverfahren gegen PKK-Anhänger geführt wie in Deutschland. (fey)

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Erstellt:
19. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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