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Modehändler H&M macht weniger Gewinn

dpa Stockholm. Der schwedische Modehändler H&M steckt in einer tiefen Krise und eine umfassende Restrukturierung ist bereits im Gange. Nun gibt es einen Silberstreifen am Horizont.

Das Logo der Bekleidungskette Hennes und Mauritz (H&M) klebt am Schaufenster einer Filiale am Kurfürstendamm in Berlin. Foto:  Hauke-Christian Dittrich

Das Logo der Bekleidungskette Hennes und Mauritz (H&M) klebt am Schaufenster einer Filiale am Kurfürstendamm in Berlin. Foto:  Hauke-Christian Dittrich

Die Neuausrichtung von Hennes & Mauritz (H&M) drückt weiter auf die Gewinne des Modekonzerns - Anleger glauben aber an eine Wende.

Nach Vorlage der Quartalszahlen machte der Aktienkurs des schwedischen Unternehmens zeitweise einen Sprung um über 11 Prozent.

Nach Gewinneinbrüchen der vergangenen drei Jahre und einem Kursverlust um mehr als zwei Drittel bis zu einem Rekordtief im März vergangenen Jahres machen die jüngsten Aussagen den Anlegern wieder Hoffnungen.

Der Modehändler war in eine tiefe Krise gestürzt, weil er relativ spät auf die Konkurrenz von Online-Händlern oder billigeren Anbietern wie Primark reagiert hatte. Jetzt blickt das Management wieder optimistisch in die Zukunft.

Es werde mehr Kleidung zum regulären Preis verkauft, Rabattaktionen würden weniger, erklärte H&M-Chef Karl-Johann Persson in Stockholm bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal an. Er will mehr in Online investieren und kündigte an, weniger stationäre Geschäfte im laufenden Jahr zu eröffnen als geplant.

Der Erlös stieg im zweiten Geschäftsquartal um elf Prozent auf 57,5 Milliarden schwedische Kronen (5,5 Milliarden Euro). Außerdem sei die Sommerkollektion „sehr gut“ gestartet. Die Schweden schätzen, dass der Umsatz im Juni währungsbereinigt um zwölf Prozent über dem Vorjahreswert liegen wird. Persson spricht dazu von wachsenden Marktanteilen in mehreren Ländern.

Noch bremst die Neuausrichtung des Modehändlers allerdings das Ergebnis aus. Auch im zweiten Geschäftsquartal hat H&M weniger verdient als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern sank von rund sechs Milliarden auf 5,9 Milliarden schwedische Kronen (rund 563 Millionen Euro). Der Gewinn nach Steuern lag bei 4,57 Milliarden schwedischen Kronen nach 4,64 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Auch für das dritte Geschäftsquartal rechnen die Schweden zunächst wieder mit leichten Einbußen.

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Erstellt:
27. Juni 2019, 13:32 Uhr

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