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Münchner Ultras drohen mit weiterem Widerstand gegen DFB

dpa München. Die Münchner Fangruppe „Schickeria“ hat die heftigen Reaktionen zu den Schmäh-Bannern gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp mit Unverständnis und Wut kommentiert. Die am Dienstag veröffentlichte Kritik der Ultras richtet sich vor allem gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB), aber auch gegen die Clubspitze des FC Bayern. Die Reaktionen seien zum Großteil „übertrieben“ und „ließen jegliche inhaltliche Einordnung vermissen“, hieß es in der Erklärung. „Wenn der DFB sich nun zum Ziel setzt, dass Kurven sauber sein müssen und vom DFB reguliert werden können, dann wird das Widerstand hervorrufen“, warnte die „Schickeria“.

Ein Ball geht ins Netz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein Ball geht ins Netz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Fans aus der Vereinigung hatten am Samstag in Sinsheim mit beleidigenden Bannern gegen Milliardär Hopp beinah einen Abbruch der Bundesliga-Partie zwischen der TSG Hoffenheim und den Bayern herbeigeführt. Dies sei aber „nie unsere Intention“ gewesen, versicherten die Münchner Ultras. Eine derartige Reaktion von Seiten der Schiedsrichter und der Clubs sei nicht zu erwarten gewesen.

„Beleidigungen sind im Fußball gang und gäbe und Fankurven sind keine Gerichtssäle, in denen jedes Wort wohlüberlegt verwendet wird“, erklärte die „Schickeria“. Der Protest hätte sich vor allem gegen Kollektivstrafen im Fall von Fan-Vergehen gerichtet. Diese hatte der DFB eigentlich 2017 ausgesetzt. Zuletzt verhängte der Verband aber einen Bann gegen Fans von Borussia Dortmund für Spiele in Sinsheim, nachdem BVB-Anhänger immer wieder Hopp attackiert hatten.

„Der DFB versucht offensichtlich durch das Setzen neuer Maßstäbe jegliche Kritik in eine verbotene Ecke zu stellen“, schrieb die Münchner Fangruppe. Zudem zeigte sich die „Schickeria“ erbost darüber, dass ihre Schmähungen in Zusammenhang mit dem rassistischen Anschlag von Hanau gestellt wurden. Dies mache „sprachlos“.

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Erstellt:
3. März 2020, 18:06 Uhr

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