Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Muslimische Reformbewegung Ahmadiyya lädt zum Jahrestreffen

dpa/lsw Rheinstetten. Zehntausende deutsche Muslime kommen nach Rheinstetten bei Karlsruhe - und mit ihnen der Kalif persönlich. Dem Oberhaupt der muslimischen Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat liegt beim deutschen Jahrestreffen vor allem ein Thema am Herzen.

Mitglieder der Bewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) nehmen an einem Freitagsgebet teil. Foto: Uli Deck/Archivbild

Mitglieder der Bewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) nehmen an einem Freitagsgebet teil. Foto: Uli Deck/Archivbild

Die muslimische Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) will beim 44. Deutschen Islam-Kongress in Rheinstetten bei Karlsruhe erneut auch einen Schwerpunkt auf das Thema Integration legen. Eine Rede des weltweiten Oberhauptes der AMJ werde sich damit beschäftigen, sagte ein Sprecher der Bewegung. Mehr als 40 000 aktive Mitglieder und etwa 2000 Nicht-Muslime werden erwartet. Die Veranstaltung vom 5. bis 7. Juli solle Fest und Forum sein für Begegnung und Austausch.

Der Kalif Mirza Masroor Ahmad, der im britischen Exil lebt, wisse gut Bescheid über die politische Situation und die Verwerfungen in Deutschland etwa beim Thema Flüchtlinge und Integration, sagte Sprecher Asif Malik. „Er weiß auch, was die AfD macht.“ Die Ahmadiyya-Bewegung verstehe sich aber als grundsätzlich unpolitisch. „Direkt politisch äußern wird sich der Kalif nicht. Sondern er appelliert daran, wie man als Muslim als gutes Vorbild bei bestimmten Entwicklungen gegensteuern kann.“

Zu den nicht-muslimischen Gästen, die jedes Jahr eingeladen werden, gehören Politiker, Personen des öffentlichen Lebens, Entscheidungsträger, aber auch „ganz normale Leute, Freunde, jeder, der sich für uns interessiert“. Zusätzlich tausche man sich auch mit klassischen muslimischen Organisationen wie etwa dem Moscheeverein Ditib aus.

Maliks Worten zufolge legt die Ahmadiyya-Bewegung den Koran ausdrücklich nicht wortwörtlich sondern metaphorisch aus. Auch die Gleichwertigkeit von Mann und Frau werde betont und Religion und Politik sollten - im Gegensatz zum Islam, wie er in vielen anderen Ländern praktiziert werde - absolut getrennt sein.

Ahmadiyya Muslim Jamaat bezeichnet sich als größte islamische Gemeinde der Welt. In Deutschland zählt sie nach eigenen Angaben rund 50 000 aktive Mitglieder und unterhält 225 lokale Gemeinden.

Zum Artikel

Erstellt:
29. Juni 2019, 08:07 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Baden-Württemberg

Totgesagte leben länger: Bibliotheken im Internet-Zeitalter

dpa/lsw Geislingen an der Steige. Das Internet ist der Untergang der Bibliotheken? So manchem galt das als ausgemacht. Doch viele Lesetempel setzen heute selbst auf... mehr...