Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Mutter schützt Kinder vor Hundeattacke und wird verletzt

dpa/lsw Meßkirch. Eine Mutter mit zwei Kleinkindern ist in Meßkirch (Kreis Sigmaringen) von einem Hund angegriffen und verletzt worden. Die 30-Jährige war nach Polizeiangaben am Dienstagnachmittag mit ihren Söhnen im Alter von ein und drei Jahren unterwegs, wobei der ältere Sohn auf einem Kinder-Fahrrad saß, der andere im Anhänger. Als der Dreijährige Hilfe brauchte, stieg die Mutter von ihrem Rad ab, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch weiter mitteilten. Dabei seien die drei auf dem Gehweg von einem jungen Rottweiler angegriffen worden, der die Umfriedung eines angrenzenden Grundstücks überwunden hatte.

Ein Schild mit der Aufschrift „Polizei“ ist zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild

Ein Schild mit der Aufschrift „Polizei“ ist zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild

Er packte den Einjährigen an der Kleidung, worauf die Mutter eingriff und ihren Sohn auf den Arm nahm. Das fünf Monate alte Tier verbiss sich in den Oberarm der Frau, der es dennoch gelang, mit beiden Kindern in dem Fahrradanhänger zu fliehen. Nach etwa 500 Metern rettete sich die Familie auf einen abgestellten Traktor. Der Hund folgte und entfernte sich erst, als Passanten zu Hilfe kamen.

Die Mutter wurde den Behörden zufolge vor Ort durch einen Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gebracht, wo sie zwei bis drei Tage behandelt werden sollte. Der einjährige Sohn erlitt blutende Verletzungen am Kopf, der ältere Prellungen und Blutergüsse. Beide Jungen wurden ambulant versorgt.

Beamte ermittelten den Hundehalter und verpflichteten ihn, das Tier nur unter Aufsicht zu halten und ausschließlich angeleint auszuführen, was zugesagt wurde. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Rottweiler fallen nicht unter die Kampfhundeverordnung.

Der Hundehalter und dessen Lebensgefährtin waren während des Vorfalls nicht zu Hause. Die Aufsicht über den Hund hatte eine Familienangehörige, die nicht auf den Vorfall aufmerksam geworden war.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Mai 2019, 19:28 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!