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Nach Felssturz sollen 250 Tonnen Gestein gesprengt werden

dpa/lsw Todtnau. Ein großer Felsbrocken löst sich im Südschwarzwald von einer Felswand und stürzt auf eine Straße. Mehr als zwei Wochen danach ist klar: Es droht weitere Gefahr. Rund 250 Tonnen Felsen werden daher gesprengt. Doch bis es soweit ist, wird es noch dauern.

Ein großer Felsbrocken liegt auf der Landstraße 149 bei Todtnau. Foto: Klaus Merz/Baumamt Stadt Todtnau/dpa

Ein großer Felsbrocken liegt auf der Landstraße 149 bei Todtnau. Foto: Klaus Merz/Baumamt Stadt Todtnau/dpa

Nach dem Sturz eines tonnenschweren Felsbrockens auf eine Straße bei Todtnau im Südschwarzwald sollen die geplanten Sicherungsarbeiten frühestens Ende Mai beginnen. In dem steilen Waldgebiet rund 50 Meter über der Straße müssen 250 Tonnen Felsen gesprengt und abgetragen werden, teilte das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg in Freiburg mit. Die Vorbereitungen hierfür seien umfangreich, dies koste Zeit. Die Felsen und Steine seien instabil und könnten jederzeit in die Tiefe stürzen. Bis sie gesprengt und beseitigt werden, bleiben die Landesstraße und ein Wanderweg in dem Gebiet gesperrt. Das kann noch Wochen dauern.

Anfang Mai war bei Todtnau im Kreis Lörrach ein zehn Kubikmeter großer Felsen in die Tiefe auf die Straße gestürzt. Er hatte sich von einer Felswand gelöst. Verletzt wurde niemand. Nach dem Unglück hatten Experten weitere Felsen entdeckt, die nicht mehr sicher sind.

Die geplanten Arbeiten in dem Naturschutzgebiet seien gefährlich, sagte ein Behördensprecher. Sie erforderten Experten und eine gründliche Planung. Ein schnelles und unkompliziertes Beseitigen der instabilen Felsen sei daher nicht möglich.

Erst im vergangenen Herbst war in Todtnau ein ganzes Wohngebiet für mehrere Monate geräumt worden, weil lockeres Gestein auf die Häuser hinabzustürzen drohte. In dem Gebiet wird laut dem Todtnauer Rathaus nun auf einer Länge von einem Kilometer ein Sicherungszaun gebaut. So soll verhindert werden, dass Felsen auf Häuser stürzen.

Vergangenen Oktober hatte es auf der Autobahn 81 bei Villingen-Schwenningen einen tödlichen Unfall wegen eines Felssturzes gegeben. Ein Wagen prallte gegen einen etwa 3,5 Tonnen schweren Gesteinsbrocken, der sich von einem Hang gelöst hatte und auf die Fahrbahn gestürzt war. Der Autofahrer starb bei dem Unfall.

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Erstellt:
19. Mai 2020, 05:11 Uhr

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