Nach Kretschmann-Unfall: Fahrer muss Bußgeld zahlen

dpa/lsw Stuttgart. Nach dem Unfall mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) muss der Fahrer des Dienstwagens, der den Regierungschef beförderte, mit einem Bußgeld rechnen. „Das Bußgeldverfahren ist abgeschlossen“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Der Regelsatz liege bei 145 Euro und einem Punkt in Flensburg. Zuerst hatte die „Heilbronner Stimme“ darüber berichtet.

Gegen den Fahrer war wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ermittelt worden. Der Wagen mit Kretschmann war Ende August auf der Autobahn 81 bei Möckmühl (Kreis Heilbronn) auf nasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und gegen die Leitplanke geprallt. Kretschmann blieb damals unverletzt.

Ein anderer Wagen geriet später an der gleichen Stelle ins Schleudern und rutschte in ein am Fahrbahnrand stehendes Begleitfahrzeug aus dem Tross des Ministerpräsidenten, der sich auf dem Seitenstreifen befand. Infolgedessen starb ein einjähriges Mädchen, das in dem von der Fahrbahn abgekommenen Auto saß. Gegen den Vater des Mädchens, der den Unfall mutmaßlich verursacht hat, war damals ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Ministerpräsident Kretschmann hatte bestürzt auf die Nachricht vom Tod des Kindes reagiert.

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Erstellt:
11. Dezember 2020, 16:51 Uhr

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