Nach Plünderungen in Stuttgart: 100 Verdächtige ermittelt

dpa/lsw Stuttgart. Nach der Chaos-Nacht mit Plünderungen und Sachbeschädigungen in Stuttgart Ende Juni hat die Polizei 100 Tatverdächtige ermittelt. 94 davon sollen unmittelbar an den Ausschreitungen in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni beteiligt gewesen sein, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Die jungen Männer stehen demnach im Verdacht, Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen, Schaufenster zertrümmert und Geschäfte geplündert zu haben. Gegen sechs weitere Verdächtige wird ermittelt, weil sie geplünderte Gegenstände besessen oder zum Verkauf angeboten haben sollen.

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Gegen 18 der Tatverdächtigen wurde laut der Mitteilung Untersuchungshaft erlassen, in 35 Fällen wurde der Haftbefehl gegen Auflagen ausgesetzt. Zuletzt seien von der Polizei in diesem Zusammenhang zwölf Männer im Alter zwischen 16 und 27 Jahren festgenommen worden. Auch gegen sie ergingen laut Polizei Haftbefehle, die teilweise unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurden. Ein 27-jähriger Tatverdächtiger sei Ende September abgeschoben worden.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) bezeichnete die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft als „beachtlichen Erfolg“. „Die Zahl 100 ist ein klares Signal an die Straftäter dieser Nacht: Wir kriegen euch! Wiegt euch nicht in Sicherheit! Stellt euch besser freiwillig, bevor die Polizei euch identifiziert!“, teilte der Minister am Montag mit. Die Polizei ermittle in dieser Sache weiter.

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Erstellt:
12. Oktober 2020, 16:27 Uhr

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