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Nach Polizeischüssen fordert Gewerkschaft Distanzgerät

dpa/lsw Stuttgart. Nach den tödlichen Polizeischüssen in Stuttgart fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft erneut die Ausrüstung jeder Streife mit einem Distanz-Elektroimpulsgerät (Taser). Oft hätten Polizisten vor Ort keine andere Lösung, als von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. „Zwischen der Hiebwaffe, dem Pfefferspray und der Schusswaffe fehlt der Polizei ein wichtiges und aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft unverzichtbares Einsatzmittel“, sagte Ralf Kusterer, Vize-Bundesvorsitzender und Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg in einer Mitteilung vom Samstag.

Er reagierte damit auf einen Vorfall in Stuttgart: Polizisten haben am Samstag einen 32-jährigen Autofahrer erschossen, der eine Streife nach einem Unfall mit einem Schwert bedroht hatte.

Die Polizeigewerkschaft spricht von einer „Eskalation der Gewalt auf den Straßen“. Es gebe immer mehr Gewalt gegen Polizeibeamte. „Immer mehr hat es dabei die Polizei mit psychisch Kranken, alkoholisierten oder drogenabhängigen Menschen zu tun. In einigen Fällen kommt es zum Gebrauch der Schusswaffe. Aber vor allen Dingen, weil uns auch andere Möglichkeiten fehlen.“

Distanz-Elektroimpulsgeräte gibt es Kusterer zufolge schon in einigen Bundesländern, darunter in Rheinland-Pfalz. In Baden-Württemberg habe nur das SEK ein solches Gerät. Er verwies auch auf die Belastungen des Schusswaffengebrauchs für Polizisten: „Ein solcher Fall muss gut aufgearbeitet werden, damit er keine psychischen Folgen hinterlässt.“

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Erstellt:
28. Dezember 2019, 13:38 Uhr

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