Nach Schüssen: Fahndung ohne Erfolg

Der Tat in Waiblingen ging ein heftiger Streit voraus – Polizei geht nicht von weiterer Bedrohungslage aus

Mit einer Schusswaffe ist ein 33-jähriger Mann am Dienstag im Waiblinger Gewerbegebiet Eisental schwer verletzt worden. Der Mann musste operiert werden und war am Abend laut Polizei-Pressesprecher Rudolf Biehlmaier nicht ansprechbar.

Die Polizei fand den Schwerverletzten in einer Lagerhalle eines Autohandels. Die Spurensicherung untersuchte das Gebäude.Foto: 7aktuell.de/ S. Adomat

© 7aktuell.de/Simon Adomat

Die Polizei fand den Schwerverletzten in einer Lagerhalle eines Autohandels. Die Spurensicherung untersuchte das Gebäude.Foto: 7aktuell.de/ S. Adomat

Von Andrea Wüstholz

WAIBLINGEN. Anwohner hatten am Dienstag gegen 11.40 Uhr gemeldet, es seien Schüsse gefallen. Laut Rudolf Biehlmaier, Pressesprecher der Polizei, war es den Aussagen zufolge zuvor zu einem heftigen, lautstarken Streit gekommen. Es gibt allerdings keine Augenzeugen; Personen haben den Streit lediglich gehört – und dann die Schüsse.

Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz

Kurz darauf fanden Beamte den Schwerverletzten im Gebäude eines Autohandels. Ein Rettungshubschrauber brachte einen Notarzt vor Ort; der schwer verletzte Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Der oder die Täter flüchteten. Eine groß angelegte Fahndung blieb ohne Erfolg, hieß es am Abend. Das Gebiet wurde sofort großräumig abgesperrt. Solange die Spurensicherung im Gebäude zugange war, durfte niemand hinein. Rund ums Gelände befragten Beamte Anwohner und Passanten. Zeitgleich startete die Polizei die Fahndung „mit starken Kräften“, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Aalen hieß. Ein Hubschrauber kreiste über Waiblingen. „Wir gehen davon aus, dass momentan für Dritte keine Gefährdung besteht“, sagte Polizeipressesprecher Rudolf Biehlmaier am Tatort auf Nachfrage von Pressevertretern: „Dafür gibt’s keine Hinweise momentan.“ Am Abend bestätigte Biehlmaier diese Einschätzung auf Anfrage: Es sei von einer Einzeltat „mit Vorgeschichte“ auszugehen. Deshalb rechnet die Polizei nicht mit einer weiteren Bedrohung, obwohl der oder die Täter bisher nicht gefasst sind.

Zum Gesundheitszustand des Opfers sind keine Details bekannt

Kurze Zeit nach der Tat stiegen nahe der Polizeiabsperrung zwei Männer und eine Frau in erkennbar erregtem Zustand aus einem Auto aus. Einer der Männer durchbrach gestikulierend und rufend die Absperrung, woraufhin er sofort von mehreren Beamten umringt wurde, die beruhigend mit ihm sprachen. Offenbar wollte der Mann ins betreffende Gebäude. Ihm wurde der Zugang verwehrt; Beamte sicherten ihm zu, es werde sich jemand seiner annehmen und sein Anliegen klären. Die Situation beruhigte sich schnell wieder. Zum Gesundheitszustand des Schwerverletzten konnte die Polizei am Dienstagabend keine weiteren Angaben machen. Da es keine Zeugen gibt, sind der Polizei bisher keine näheren Hintergründe bekannt zur Frage, weshalb die Schüsse gefallen sind. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Es sind aktuell weit mehr als 100 Polizeikräfte mit dem Fall befasst.

Die Polizei startet eine groß angelegte Fahndung. Foto: 7aktuell.de/ S. Adomat

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Die Polizei startet eine groß angelegte Fahndung. Foto: 7aktuell.de/ S. Adomat

Weit mehr als 100 Polizeikräfte sind mit dem Fall befasst. Foto: B. Beytekin

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Weit mehr als 100 Polizeikräfte sind mit dem Fall befasst. Foto: B. Beytekin

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Erstellt:
8. Januar 2020, 06:00 Uhr

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