Tödliche Schüsse in Minneapolis

Trump kündigt „Deeskalation“ an

Es seien „schreckliche Vorfälle“, sagt Trump und wählt unter dem Eindruck landesweiter Proteste nun mäßigende Worte. Ob und was genau sich ändern soll, bleibt offen.

US-Präsident Trump stellt nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis einen gemäßigteren Kurs seiner Regierung in Aussicht (Symbolbild).

© Mark Schiefelbein/AP/dpa

US-Präsident Trump stellt nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis einen gemäßigteren Kurs seiner Regierung in Aussicht (Symbolbild).

Von red/dpa

US-Präsident Donald Trump stellt nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis einen gemäßigteren Kurs seiner Regierung in Aussicht. „Wir werden ein wenig deeskalieren“, sagte Trump im Interview des Senders Fox News. Details nannte er nicht. Damit blieb etwa offen, ob oder in welchem Umfang sich die von Teilen der US-Bevölkerung scharf kritisierten Taktiken der Einwanderungsbeamten ändern sollen. Einen Abzug der Einsatzkräfte aus dem US-Bundesstaat Minnesota, in dem Minneapolis liegt, schloss Trump zunächst aus.

Zwei US-Bürger sind seit Jahresbeginn in Minneapolis von Bundesbeamten erschossen worden, Anfang Januar Renée Good, zuletzt Alex Pretti. Dazu sagte Trump nun: „Unterm Strich war es schrecklich. Beide Vorfälle waren schrecklich.“ Die tödlichen Schüsse auf Pretti am Wochenende hatten landesweit Empörung ausgelöst und die US-Regierung in Erklärungsnot gebracht, auch weil Videos den offiziellen Stellungnahmen widersprachen. Good war Anfang Januar von einem ICE-Beamten erschossen worden. 

Kein Abzug der Einwanderungsbeamten

„Ich sehe darin keinen Abzug“, sagte Trump mit Blick auf den Rückzug des umstrittenen Kommandeurs der Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, samt einiger Grenzschutzbeamten aus Minneapolis. „Es ist eher eine kleine Veränderung.“ 

Den Einsatz übernimmt nun stattdessen Tom Homan. Homan blickt auf eine jahrzehntelange Karriere in Grenzschutzbehörden zurück und wird vor allem mit dem Vorgehen gegen irreguläre Einwanderer während Trumps erster Amtszeit in Verbindung gebracht. Umstritten ist er wegen seiner Rolle bei der Trennung von Familien.

Die US-Regierung hatte Tausende Bundesbeamte in die Stadt Minneapolis und den umliegenden Bundesstaat Minnesota geschickt. Die Einsätze sind Teil der verschärften Abschiebepolitik Trumps. In dem Interview des Senders Fox schien Trump den Einsatz grundsätzlich zu verteidigen: „Wir haben Tausende unbelehrbare Kriminelle aus Minnesota entfernt“, sagte der Präsident.

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Erstellt:
28. Januar 2026, 09:42 Uhr
Aktualisiert:
28. Januar 2026, 10:36 Uhr

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