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Nachfrage bei Autos erfreulich hoch

Im Rems-Murr-Kreis mehr Diesel, Benziner und E-Autos abgesetzt – Kraftfahrzeuginnung: Zuwachs höher als der Bundesschnitt

Nachfrage bei Autos erfreulich hoch

WAIBLINGEN (teb). Die Autonachfrage in der Region Stuttgart lag im Mai deutlich höher als im Bundesschnitt: Die Neuzulassungen legten regional um über 2200 Pkw oder 14,3 Prozent zu, während es im Bundesdurchschnitt nur 9,1 Prozent waren. Der Rems-Murr-Kreis liegt beim Vergleich der Pkw-Neuzulassungen in der Region mit einem Plus von 20,6 Prozent auf Platz 2.

Bei den Besitzumschreibungen gab es ein regionales Plus von 9,7 Prozent, nicht ganz dreimal höher als im Bund mit 3,8 Prozent. Letzteres toppt der Rems-Murr-Kreis mit 9,4 Prozent. Speziell bei den neuen Dieseln lag der regionale Zuwachs bei 21 Prozent (RMK plus 33,3 Prozent). „Angesichts der Tatsache, dass rund zwei Drittel der neuen Pkw von Firmen gekauft werden, ist das durchaus logisch“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Fahrverbote sind bei diesen Dieseln kein Thema und die ökonomischen Vorteile der niedrigeren Treibstoffkosten plus der ökologische Vorteil des niedrigen CO2-Ausstoßes, der durch die Klimaschutzdebatte wieder in den Vordergrund rückt, geben bei den Entscheidungen den Ausschlag.“

Im Plus liegen auch alternative Antriebe allerdings immer noch auf niedrigem Niveau: Von den insgesamt etwas über 17800 in der Region neu zugelassenen Pkw waren im Mai rund 5800 Diesel, knapp 400 E-Autos und knapp 1100 Hybridautos. „Der Wettbewerb zwischen den Antriebsarten ist knochenhart“, sagt Torsten Treiber. Bei den Neuzulassungen waren alle Kreise in der Region über den Bundeswerten. Nur Stuttgart schwächelte, weil dort die Verkaufszahlen von Benzinern einbrachen. „Hier haben wir im Mai die auf den ersten Blick paradox anmutende Situation, dass ein Höhenflug bei neuen Diesel-Pkw Verluste bei den Benzinern ausglich“, beschreibt Obermeister Treiber die Entwicklung. Den zweithöchsten Zuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen hat der Rems-Murr-Kreis mit einem Plus von 21,4 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen liegt der Kreis mit 9,4 Prozent knapp unter dem regionalen Durchschnitt. In absoluten Zahlen waren das 1941 Pkw-Neuzulassungen. 628 dieser Pkw haben einen Dieselmotor. Das sind 157 oder 33,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Nachfrage nach Benzinmotoren und anderen Antriebsarten liegt ebenfalls im Plus: In dieser Gruppe wurden 185 Fahrzeuge mehr verkauft (plus 16,4 Prozent). Insgesamt wurden 1313 Pkw in dieser Gruppe neu zugelassen. In dieser Zahl sind 46 Elektro-Pkw und 104 Hybrid-Pkw enthalten. (Vorjahr 15/32). „Das Mobilitätsmittel Auto ist weiter ungeschlagen“, sagt Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung. Dabei beeinflussten aber immer noch Lieferrückstände durch die Umstellung auf WLTP-Tests die Zahlen.

Bei den Gebrauchtwagen wurden im Mai bei der Zulassungsstelle 3405 Besitzumschreibungen notiert, 292 (plus 9,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr. In Stuttgart eroberte sich der Diesel dabei weiter seine Kundschaft zurück, während in den Kreisen die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln schwächelte. Im Rems-Murr-Kreis teilen sich die Halterwechsel wie folgt auf: 854 Besitzumschreibungen betrafen Diesel (-10/-1,2 Prozent), 2551 Benziner und andere Motorarten (+302/+13,4 Prozent).

Der Diesel-Pkw-Bestand bröckelt im Moment weiter ab, wird dabei aber immer moderner: „Vor einem Jahr hatten wir über 79000 Diesel-Pkw im Kreis, jetzt sind’s noch etwas über 76000,“ sagt Treiber. Aber: „Knapp 7000 Fahrzeuge dieses Dieselbestands wurden zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai im Kreis neu oder gebraucht gekauft.“ Die Lage im Rems-Murr-Kreis ist aber deutlich entspannter als in der Euro-4-Diesel-Verbotszone Stuttgart, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Dort wurden in der gleichen Zeit 20000 Diesel gekauft und damit rund ein Viertel des Bestands erneuert.“

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Erstellt:
14. Juni 2019, 06:00 Uhr

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