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Naturkosmetik profitiert vom wachsenden Umweltbewusstsein

dpa Stuttgart. Ein gewachsenes Umweltbewusstsein und Debatten über die Eindämmung schädlicher Treibhausgase haben nach Expertenmeinung auch die Nachfrage nach Naturkosmetik gestärkt. Mit einem Bekenntnis zur Nachhaltigkeit lägen viele Anbieter „voll im Trend“, sagt die Branchenexpertin Elfriede Dambacher. Laut ihrem Branchenreport 2018 hat Naturkosmetik allein im Jahr 2018 in Deutschland mehr als eine Million neue Käuferinnen und Käufer erreicht.

Eine Frau testet in einer Apotheke ein Produkt des Naturkosmetikherstellers Weleda. Foto: Marijan Murat/Archivbild

Eine Frau testet in einer Apotheke ein Produkt des Naturkosmetikherstellers Weleda. Foto: Marijan Murat/Archivbild

Der Anteil am gesamten deutschen Kosmetikmarkt sei mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro auf 9,2 Prozent gestiegen. Der Report beruht auf der Auswertung von Firmenbilanzen sowie von regelmäßigen repräsentativen Umfragen des Marktforschungsunternehmens GfK bei Kosmetik-Kunden.

Die Branche fördere den „Wertewandel zu einem enkeltauglichen Umgang mit der Natur“ im ureigenen Interesse, sagt Dambacher. Viele Firmen machten darauf durch Gütesiegel von als unabhängig geltenden Prüforganisationen aufmerksam. Verbraucherschützer kritisieren allerdings, dass es immer schwieriger werde, sich angesichts einer zunehmenden Zahl von Umwelt- und Bio-Labeln zu orientieren.

Zudem heiße „pflanzlich“ nicht automatisch „harmlos“, sagt die Expertin Sabine Holzäpfel von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Wir fordern ein gesetzlich festgelegtes Kennzeichen mit verbindlichen Kriterien.“ Vorbild dafür könne das seit 2010 im Lebensmittelbereich verwendete EU-Bio-Siegel sein.

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Erstellt:
6. September 2019, 06:12 Uhr

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