Naturschützer begrüßen Bürgervotum zu Flüchtlings-Zentrum

dpa/lsw Heidelberg. Der Nabu wertet den Heidelberger Bürgerentscheid gegen eine Verlagerung des Ankunftszentrums für Geflüchtete auf eine landwirtschaftliche Fläche als Votum für den Naturschutz. „Wir verstehen es als eine Abstimmung gegen weitere Bodenzerstörung durch Überbauungen aller Art sowie für Städtebau auf vorhandenen, bereits baulich genutzten Flächen“, betonte der Umweltverband am Montag in Heidelberg. Die zukünftige Entwicklung zur klimaresistenten Stadt mit ausreichender Wohnungsanzahl in der ehemaligen US-Siedlung Patrick-Henry-Village und der Erhalt des Ankunftszentrums dort seien kein Widerspruch.

Das ehemalige Gelände der US-Siedlung „Patrick-Henry-Village“. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Das ehemalige Gelände der US-Siedlung „Patrick-Henry-Village“. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Der Bürgerentscheid vom Sonntag hatte ergeben, dass das Ankunftszentrum nicht auf ein Gelände zwischen dem Autobahnkreuz Heidelberg und einer Bahntrasse verlagert werden soll.

70,33 Prozent der Abstimmenden votierten gegen den von Stadt und Land favorisierten Neubau. Weil mit 30 496 Stimmen die nötige Mindestzahl von 21 800 überschritten wurde, hat das Ergebnis die Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses und kann innerhalb von drei Jahren nur durch einen neuen Bürgerentscheid abgeändert werden. Die Urheber des Entscheids vom Bündnis für Ankunftszentrum, Flüchtlinge und Flächenerhalt (BAFF) setzten sich damit durch.

© dpa-infocom, dpa:210412-99-174083/2

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Erstellt:
12. April 2021, 14:48 Uhr

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