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Netzentgelte für Gas steigen - Preisniveau noch relativ hoch

dpa Heidelberg/München. Nach den angekündigten Preissteigerungen beim Strom deuten sich nun auch bei den Gaspreise anhaltend hohe Endverbraucherpreise an - obwohl Gas im Großhandel günstiger geworden ist. Ein Grund sind steigende Netzkosten.

Der Gaspreis ist für die Endverbraucher nach jahrelangem Rückgang seit dem vergangenen Herbst wieder gestiegen. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Der Gaspreis ist für die Endverbraucher nach jahrelangem Rückgang seit dem vergangenen Herbst wieder gestiegen. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Die Entgelte für die Gasnetze werden im kommenden Jahr leicht steigen und stehen damit einer Entlastung der Gaskunden im Wege.

Die Internet-Portale Check24 und Verivox rechnen im bundesweiten Durchschnitt mit Steigerungen von zwei oder drei Prozent bei den Netzentgelten, teilten in München und Heidelberg mit.

Dabei gibt es laut Verivox starke regionale Unterschiede von plus zwölf Prozent in Hamburg bis zu minus neun Prozent im Saarland.

Bei Check24 sehen die regionalen Zahlen etwas anders aus. Beide Internet-Portale arbeiten mit vorläufigen Daten der großen Verteilnetzbetreiber; einen kompletten Überblick für das nächste Jahr gibt es noch nicht.

Die Netzentgelte machen rund ein Viertel des Gaspreises aus. Die höchsten Netzgebühren zahlen mit 511 Euro pro Jahr die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern, die niedrigsten mit 294 Euro die Gaskunden in Berlin.

Der Gaspreis ist für die Endverbraucher nach jahrelangem Rückgang seit dem vergangenen Herbst wieder gestiegen. Seit Jahresbeginn sind die Import- und die Großhandelspreise kräftig gefallen, um rund ein Drittel. Die Endkunden haben davon bislang kaum oder gar nicht profitiert. Die Experten erwarten auch in absehbarer Zeit keine Gaspreissenkungen für die Endkunden auf breiter Front.

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Erstellt:
16. Oktober 2019, 14:47 Uhr

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