„Aktenzeichen XY“-Ergebnisse
Neue Spuren in drei Ermittlungen
Eine Woche nach der Ausstrahlung von „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ am 18. März ziehen die Ermittler eine erste Bilanz. Laut Fabian Puchelt vom LKA Bayern sind zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen – darunter auch konkrete Ansätze, die nun überprüft werden.
© Sina Schuldt/dpa
ZDF-Moderator Rudi Cerne im Studio der Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst».
Von Katrin Jokic
Cold Case von 1986: Mehrere Hinweise auf möglichen Täter
Besonders viele Rückmeldungen gab es zum Mord an Renate Pollaczeck. Die 44-Jährige war 1986 in einer Berliner Kneipe überfallen, vergewaltigt und getötet worden.
Ein in der Sendung gezeigtes Phantombild führte dazu, dass sich mehrere Zuschauer meldeten. Einige wollen den Mann erkannt haben, zudem wurden den Ermittlern verschiedene Namen genannt. Diese Hinweise werden derzeit ausgewertet.
Neue Informationen liefert auch ein Zeitzeuge: Der Sohn früherer Nachmieter der Kneipe meldete sich bei der Polizei und berichtete von den damaligen Strukturen der Berliner Kneipenszene. Für die Ermittler könnten diese Einblicke hilfreich sein, um das Umfeld der Tat besser zu verstehen.
Holzminden: Verdächtige Person auf Video
Im Fall eines Raubüberfalls auf eine 80-Jährige in Holzminden haben die Ermittler ebenfalls neue Ansätze. Die Frau war im September 2025 in ihrer Wohnung überfallen worden, die Täter entkamen mit rund 80.000 Euro.
Nach der Sendung gingen zwei Videos einer Überwachungskamera ein. Sie zeigen eine unbekannte Person, die sich auffällig verhält und offenbar Klingelschilder überprüft.
Ob ein Zusammenhang mit der Tat besteht, ist noch unklar. Die Ermittler prüfen nun, ob sich die Person mithilfe von Gesichtserkennungssoftware identifizieren lässt.
Vermisste aus den Niederlanden: Spur weiter unklar
Im dritten Fall suchen Ermittler weiterhin nach der 70-jährigen Teresa Krug aus den Niederlanden. Von ihr fehlt seit Februar 2025 jede Spur.
Auch hier gab es nach der Sendung Hinweise aus der Bevölkerung. Ein konkreter Durchbruch steht bislang jedoch aus. Die Behörden bitten weiterhin um Unterstützung und nehmen Hinweise bei jeder Polizeidienststelle entgegen.
Erste Hinweise, aber noch keine Lösung
Die Resonanz auf die Sendung zeigt Wirkung: In allen drei Fällen sind neue Hinweise eingegangen. Ob daraus konkrete Ermittlungserfolge entstehen, bleibt abzuwarten. Für die Ermittler sind die Rückmeldungen dennoch ein wichtiger Schritt, um die Fälle weiter voranzubringen.
