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Neue Woche beginnt kühl - Waldbrand bei Lübtheen eingedämmt

dpa Offenbach. Sommertage mit mindestens 25 Grad sind in den kommenden Tagen kaum zu erwarten. Die Trockenheit allerdings hält in Teilen Deutschlands an. Am Wochenende führte sie zu einer Reihe von Feldbränden. Gute Nachrichten hingegen gab es vom großen Waldbrand bei Lübtheen.

Kühl und grau: Eine Gruppe mit Regenschirmen geht am Bundeskanzleramt vorbei. Foto: Christoph Soeder

Kühl und grau: Eine Gruppe mit Regenschirmen geht am Bundeskanzleramt vorbei. Foto: Christoph Soeder

Zum Wochenbeginn macht der Sommer weiter Pause. „Dabei wird der Montag wahrscheinlich der kühlste Tag mit 16 Grad auf den Inseln, 17 bis 19 Grad in der Nordhälfte und 19 bis 23 Grad im Süden, wobei es entlang von Rhein und Donau am wärmsten wird“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.

Die Waldbrandgefahr geht demnach zwar etwas zurück. Die Trockenheit halte allerdings in Teilen Deutschlands weiter an.

Der verheerende Waldbrand in Südwestmecklenburg wurde am Wochenende auf rund 500 Hektar eingedämmt. „Es gibt noch Glutnester und kleinere Flammenentwicklungen, aber das ist beherrschbar“, sagte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Sonntag. Am Samstag waren auch die letzten 260 Bewohner, die ihre Häuser in Alt Jabel wegen des nahen Feuers hatten verlassen müssen, wieder zurückgekehrt. Das Feuer war eine Woche zuvor auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen ausgebrochen, wo es an gleicher Stelle kürzlich schon einmal gebrannt hatte. Als Ursache vermuten die Behörden vorsätzliche Brandstiftung.

Im Landkreis Karlsruhe mussten am Samstag wegen eines brennenden Feldes 70 Menschen zeitweise ihr Zuhause verlassen. Die Flammen hätten sich in der Nähe eines Wohngebiets aufgrund von Trockenheit und Wind schnell ausgebreitet, teilte die Feuerwehr am Sonntag mit. Zwei Feuerwehrmänner wurden demnach bei dem Einsatz in Linkenheim-Hochstetten verletzt.

In Bayern geriet am Samstag bei der Getreideernte ein Feld mit einer Fläche von mehr als 22 Fußballfeldern in Brand. Offenbar kam es in einem Mähdrescher zu Funkenflug und das Getreide fing Feuer, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auch im sächsischen Crostwitz kam es am Samstag zu einem Feldbrand. Unbekannte hätten das Feuer gelegt, hieß es von der Polizei in Görlitz. Demnach brannten 30 Hektar abgeerntetes Feld, ein 21-Jähriger erlitt eine Rauchgasvergiftung.

Angesichts der jüngsten Hitzewellen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Arbeitgeber am Wochenende dazu auf, ihren Mitarbeitern längere Auszeiten zur Mittagszeit zu ermöglichen. Arbeiten ohne Pause gehe an die Substanz und führe zu Überlastung, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag). Dies gelte erst recht bei großer Hitze. „Südliche Länder machen es vor: Bei einer Hitzewelle brauchen wir auch in Deutschland eine Siesta.“

Zumindest in den kommenden Tagen ist mit einer solchen Situation allerdings nicht zu rechnen: Die starke Julisonne könne die Temperaturen zwar wieder von Tag zu Tag etwas steigen lassen, hieß es vom DWD. Sommertage - mit mindestens 25 Grad - würden zur Wochenmitte hin allerdings lediglich an Mosel und Oberrhein erreicht. Vor allem nachts kühle es deutlich ab. „Die Temperaturen sinken meist auf 12 bis 7 Grad“, erklärte der Sprecher. In höheren Lagen sind bis zu 4 Grad möglich.

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Erstellt:
7. Juli 2019, 14:50 Uhr

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