Neuer Chefarzt baut Labormedizin aus

Die Rems-Murr-Kliniken in Winnenden und Schorndorf bauen unter Stefan Kath die Labormedizin als eigenständigen Bereich auf.

Richard Sigel (rechts) und Geschäftsführer Marc Nickel (links) begrüßen Stefan Kath (Mitte), den neuen Chefarzt der standortübergreifenden Labormedizin. Foto: M. Fuchs/Rems-Murr-Kliniken

© Michael Fuchs Fotograf

Richard Sigel (rechts) und Geschäftsführer Marc Nickel (links) begrüßen Stefan Kath (Mitte), den neuen Chefarzt der standortübergreifenden Labormedizin. Foto: M. Fuchs/Rems-Murr-Kliniken

WINNENDEN/SCHORNDORF (pm). Die Rems-Murr-Kliniken setzen ihre Strategie zur medizinischen Weiterentwicklung ihrer beiden Standorte konsequent um. Vom 1. April an werden ein diagnostisches Zentrallabor in Winnenden sowie ein 24-Stunden-Notfalllabor in Schorndorf neu strukturiert. Für die Leitung und den weiteren Ausbau der neuen medizinischen Abteilung konnte der Labor- und Transfusionsmediziner Stefan Kath gewonnen werden. „Herr Kath kommt mit über 30 Jahren Erfahrung in der Labormedizin zu uns. Er beherrscht innovative Diagnostik-Methoden und kennt das dazu benötigte technologische Equipment genau. Außerdem profitieren wir von seinen starken Führungsqualitäten. Wir sind davon überzeugt, dass Herr Kath unsere Labormedizin exzellent leiten und unsere Kompetenzen zum Wohle unserer Patienten stärken wird“, ist der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Marc Nickel, überzeugt.

Labormedizin ist ein wichtiger Bestandteil der Medizinkonzeption.

Kath selbst freut sich über seine neue Aufgabe: „Die Rems-Murr-Kliniken sind seit einigen Jahren mit einer klaren Medizinkonzeption auf einem zukunftsweisenden Weg zu einer umfassenden medizinischen Versorgung der Bürger dieser Region auf aktuellem wissenschaftlichen Niveau. Ich freue mich sehr, diesen Weg in meinem Bereich nun aktiv mitgestalten und erfolgreich weitergehen zu können.“

Der Ausbau der internen Labormedizin ist ein wesentlicher Bestandteil der 2017 beschlossenen Medizinkonzeption. „Ein internes Labor mit einem breiten diagnostischen Spektrum und kurzen Reaktionszeiten ist angesichts steigender Patientenzahlen und weiterer Bauvorhaben unverzichtbar“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Rems-Murr-Kliniken, Landrat Richard Sigel. „So machen wir uns unabhängig von externen Dienstleistern und gestalten unsere Abläufe effizient und selbstständig. Auf dieser Basis erfolgen zukünftige Erweiterungen wie beispielsweise in der Geriatrie. Damit ist eine starke Labormedizin zugleich ein wichtiger Baustein für eine immer bessere medizinische Versorgung in der Region.“

Mit dem Aufbau einer zentralen Labormedizin können Proben von Patienten beider Standorte künftig unmittelbar an den Rems-Murr-Kliniken untersucht und damit der diagnostische Weg enorm verkürzt werden.

Gerade die Coronapandemie hat deutlich gemacht, warum Testkapazitäten und -geschwindigkeit so wichtig sind, wie Nickel erklärt: „Bisher war es den Rems-Murr-Kliniken nicht möglich, PCR-Tests auf das Coronavirus über die Kapazitäten der Schnelltestgeräte hinaus im Haus zu bearbeiten. Nun können wir auch diese Proben vor Ort in kurzer Zeit auswerten und die Ergebnisse weitergeben. Positivfälle können so schneller bestätigt und andere Menschen geschützt werden. Zusammen mit unserem Schnelltestangebot und der separaten Infektionsstation sind wir in der aktuellen Pandemielage bestens gerüstet.“

Alle Fachabteilungen der beiden Standorte sollen profitieren.

Das interne Labor in Winnenden wird dazu einen Großteil der Analytik durchführen und ein umfassendes Analysespektrum abdecken. Im Notfalllabor in Schorndorf können zukünftig alle vor Ort angefragten Vitalparameter abgebildet und verarbeitet werden. Sogenannte Routineparameter, also Proben ohne große Dringlichkeit, werden über ein ausgeweitetes Transportkonzept mehrmals täglich von Schorndorf nach Winnenden transportiert und dort untersucht.

Eine hohe Laborleistung ist wichtig für reibungslose Abläufe der Kernprozesse einer Klinik und die Voraussetzung für rasche Diagnose sowie Therapie, so die Rems-Murr-Kliniken in einer Pressemitteilung. Von der neuen Laborkompetenz profitieren daher alle Fachabteilungen beider Standorte, die ihre hohe Behandlungsqualität für Patienten weiter steigern können.

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Erstellt:
15. April 2021, 06:00 Uhr

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