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Neuer SWR-Intendant wird gewählt

dpa Stuttgart. Die zweitgrößte ARD-Anstalt bekommt einen neuen Chef. Eine Bewerberin aus Stuttgart und ein Bewerber aus Hamburg stehen zur Wahl. Sie sind fast gleich alt, unterscheiden sich ansonsten aber in vielem.

Das Logo des SWR am Funkhaus des Senders in Stuttgart. Foto: Franziska Kraufmann/Archivbild

Das Logo des SWR am Funkhaus des Senders in Stuttgart. Foto: Franziska Kraufmann/Archivbild

Zwei Kandidaten treten heute zur Wahl des neuen SWR-Intendanten an. Der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke (58), und die SWR-Landessenderdirektorin Baden-Württemberg, Stefanie Schneider (57), werben um eine Mehrheit der Stimmen in den Aufsichtsgremien des Südwestrundfunks. Bei der gemeinsamen Sitzung des Rundfunk- und des Verwaltungsrats in Stuttgart stellen sie sich den Fragen der 92 Mitglieder.

Der Staatsvertrag der Zwei-Länder-Anstalt legt fest, dass ein Kandidat die Hälfte der Stimmen jeweils aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz benötigt. Am ersten Wahltag sind nur zwei Wahlgänge zulässig. Kommt dann keine Einigung zustande, ist eine sechswöchige Pause vorgeschrieben.

Seit 2007 leitet Peter Boudgoust die zweitgrößte ARD-Anstalt. Im vergangenen Dezember kündigte der 64-Jährige an, seinen Posten Mitte 2019 vorzeitig abzugeben. Dass für seine Nachfolge nur zwei Kandidaten, Schneider und Gniffke, zur Wahl stehen, hatte eine Arbeitsgruppe vorgeschlagen; die Gremien stimmten dem im März zu. Kritiker monierten, auch andere der ursprünglich 15 Bewerber seien geeignet gewesen.

Der Ausgang des Zweikampfs gilt als völlig offen. Schneider hat ihre Hausmacht in Baden-Württemberg und kennt sich im Sender seit vielen Jahren bestens aus. Gniffke arbeitete früher beim SWR in Rheinland-Pfalz, ist Mitglied der SPD und scheint ein Wunschkandidat der SPD-geführten Staatskanzlei in Mainz zu sein. Als Chef von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ ist er in der ganzen ARD vernetzt, kann aber nur wenig Radioerfahrung vorweisen.

Die beiden Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Senders sind aus Vertretern der Gesellschaft - also von Verbänden, Vereinen, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften - zusammengesetzt.

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Erstellt:
23. Mai 2019, 03:39 Uhr

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