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Neues Konzept für Hauptschüler soll Basiskompetenzen stärken

dpa/lsw Stuttgart. Haupt- und Werkrealschüler sollen besser lesen und schreiben lernen. Dazu lässt Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ihr Haus gemeinsam mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) ein Konzept zur Stärkung der Basiskompetenzen erstellen. Profitieren sollen davon die Fünftklässler, wie das Ministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Eisenmann will die Werkreal- und Hauptschulen möglichst vor der Schließung bewahren und die Vorgaben für ihren Erhalt verändern.

Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild

Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild

Das neue Konzept soll im zweiten Schulhalbjahr 2019/20 an einigen Schulen umgesetzt werden. Nach einer ersten Auswertung zum Schuljahresende 2019/2020 soll ein möglichst rascher Ausbau an weiteren Standorten erfolgen.

Auch die berufliche Orientierung soll an Haupt- und Werkrealschulen stärker in den Mittelpunkt rücken. Dafür soll das Projekt „Praxistage“ ausgeweitet werden. Dabei bekommen Schüler der 8. Klasse für eine Woche Unterricht in den Werkstätten der beruflichen Schulen. Das im Schuljahr 2018/19 gestartete Programm werde vom Handwerk begrüßt und unterstützt. Im vergangenen Schuljahr haben sich an den „Praxistagen“ 10 berufliche Schulen und 13 Haupt- und Werkrealschulen beteiligt.

Eisenmann will mit der geplanten Anpassung der Kriterien für die regionale Schulentwicklung darauf reagieren, dass zahlreiche Schüler vor allem von Realschulen wegen Überforderung auf die Haupt- und Werkrealschulen wechseln. „Wir konstatieren seit einigen Jahren, dass spätestens ab der siebten Klasse die Schülerzahlen an den Haupt- und Werkrealschulen wieder zunehmen“, sagte die Ministerin. „In Klasse neun haben wir hier fast bis zu 50 Prozent mehr Schüler als in der fünften Klasse.“

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Erstellt:
7. August 2019, 13:09 Uhr

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