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Noch über 300 Ausbildungsstellen im Kreis frei

Arbeitsagentur Waiblingen zieht Bilanz – Noch bis Ende des Jahres Chancen auf Lehrstelle – Vielfältige Fördermöglichkeiten

WAIBLINGEN (pm). Zum Ende des Berufsberatungsjahrs hat die Agentur für Arbeit Bilanz zur Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt gezogen. Von Oktober 2017 bis September 2018 wurden 2650 Ausbildungsstellen gemeldet, 110 weniger als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum lag die Zahl derer, die die Vermittlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten der Berufsberatung nutzten, mit 3371 jungen Ausbildungssuchenden auf dem Niveau des Vorjahrs.

Dass im Rems-Murr-Kreis die Zahl der gemeldeten Bewerber weiterhin höher ist als die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen, bietet für den Leiter der Waiblinger Agentur für Arbeit, Jürgen Kurz, keinen Anlass zur Sorge. „Nicht alle Unternehmen melden uns ihre Ausbildungsstellen, viele suchen vorrangig über ihre eigenen Homepages und persönlichen Kontakte. Traditionell nutzen außerdem viele Jugendliche aus unserem Bezirk auch das große Ausbildungsplatzangebot in Stuttgart und anderen angrenzenden Bezirken“, weiß er aus langjähriger Erfahrung. „Wichtig ist für uns, durch einen frühzeitigen und engen Kontakt im Berufswahlprozess dafür zu sorgen, dass uns kein Jugendlicher verloren geht“, betont er. Von den über 3300 bei der Arbeitsagentur gemeldeten Bewerbern nahm über die Hälfte zu Beginn des Ausbildungsjahrs nach eigener Auskunft eine Ausbildung auf. 22 Prozent entschieden sich für einen weiteren Schulbesuch, ein Studium oder ein Praktikum. 281 junge Erwachsene haben anstelle der ursprünglich angestrebten Ausbildung eine Arbeit aufgenommen, 111 Personen engagieren sich in gemeinnützigen, sozialen Diensten. 54 Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz bisher nicht erfolgreich waren, haben inzwischen mit einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Arbeitsagentur begonnen, um sich im nächsten Jahr mit deutlich besseren Chancen erneut auf die Suche zu machen. 38 Ausbildungssuchende haben bis Ende September weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative für den Berufsstart gefunden, für sie werden die Vermittlungsaktivitäten intensiv fortgesetzt. Über 13 Prozent der Bewerber haben laut Arbeitsagentur trotz Nachfrage bisher noch keine Angaben zum aktuellen Stand ihrer Suche gemacht.

Knapp 90 Prozent der für dieses Ausbildungsjahr im Bezirk gemeldeten Ausbildungsstellen konnten bis Ende September besetzt werden. Für 303 Angebote, vor allem im Handel, im Fleischerhandwerk und in der Lebensmittelverarbeitung, konnten bislang keine geeigneten Auszubildenden gefunden werden.

„Die Berufswünsche der Jugendlichen passen oft nicht mit den angebotenen Berufen zusammen, ebenso die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe an die Kompetenzen. Unser Ziel ist es, sowohl die bislang erfolglosen Ausbildungssuchenden als auch die Unternehmen so zu beraten und zu unterstützen, dass ein Ausbildungsverhältnis trotz vielleicht nicht ganz optimaler Voraussetzungen zustande kommt“, erklärt Kurz. Er appelliert an die Unternehmen, mit den Ausbildungsanstrengungen nicht nachzulassen und auch vermeintlich Schwächeren eine Chance zu geben, anstatt die Ausbildungsstelle unbesetzt zu lassen, denn: „Die Azubis von heute sind Ihre Fachkräfte von morgen.“ Die Arbeitsagentur bietet zahlreiche Fördermöglichkeiten, zum Beispiel ausbildungsbegleitende Hilfen oder Berufsausbildungsbeihilfe, um eine erfolgreiche Ausbildung zu ermöglichen. Speziell für Auszubildende mit besonderem Unterstützungsbedarf bietet die assistierte Ausbildung (ASA) individuell angepassten Förderunterricht, Unterstützung bei persönlichen Problemen sowie Entlastung der Unternehmen bei Durchführung und Organisation der Ausbildung. Unternehmen, die sich über das umfangreiche Unterstützungsangebot informieren oder eine Ausbildungsstelle melden möchten, können sich an die Mitarbeiter im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Waiblingen wenden – telefonisch unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/4555520 oder per E-Mail an waiblingen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Für alle, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, hat die Agentur für Arbeit gute Nachrichten. Bis Ende des Jahres bestehen Kurz’ Erfahrung nach noch gute Chancen, in das laufende Ausbildungsjahr einzusteigen. Er weiß aber auch, dass der Ausbildungsmarkt mit seinen mehr als 350 dualen betrieblichen Ausbildungen sehr komplex und es sehr schwer ist, dabei den Überblick zu behalten. „Viele interessante Ausbildungsberufe sind den Jugendlichen zu wenig oder gar nicht bekannt. Daher rate ich allen, die noch keinen passenden Ausbildungs- oder Studienplatz gefunden haben, dringend die kostenlosen und neutralen Beratungs- und Informationsangebote unserer Berufsberatung anzunehmen.“ Kontakt unter 0800/4555500, E-Mail waiblingen.151-u25@arbeitsagentur.de.

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Erstellt:
15. November 2018, 06:00 Uhr

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