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Nopper kritisiert Standort der Messstelle

OB hält Pkw-Fahrverbote in Backnang für unverhältnismäßig

BACKNANG (kf). In der Diskussion um die Überschreitung der Stickoxidgrenzwerte an der Eugen-Adolff-Straße in Backnang äußert Oberbürgermeister Frank Nopper Zweifel an der Aussagekraft der Messwerte. „Wenn wir EU-einheitliche Grenzwerte haben, brauchen wir auch einen EU-einheitlichen Umgang mit Messstellen-Standorten“, wird der OB in einer Pressemitteilung zitiert. Die EU-Luftqualitätsrichtlinie sehe vor, Messstellen sowohl an Orten mit höchsten Konzentrationen aufzustellen als auch an Orten, wo die Belastung geringer ist. In Backnang würden die Messungen hingegen an einem „extremen Ausnahmestandort“ durchgeführt, an dem alle für die Luftqualität ungünstigen Faktoren zusammenkommen. Die Messstelle befinde sich in einer Häuserschlucht, in der die Luft kaum abziehen könne. „Wir haben es an der Eugen-Adolff-Straße mit einer krassen Sonder- und Ausnahmesituation zu tun, die nicht geeignet ist, die Luftqualität in der Stadt Backnang – auch nicht in der Backnanger Innenstadt – zu bewerten“, so Nopper. So werde ein völlig falscher Eindruck von der Luftqualität in der Stadt vermittelt. Im Übrigen seien die Stickoxidwerte auch an der Eugen-Adolff-Straße seit 2016 gesunken. Durch den geplanten Abriss eines größeren Hauses und den daraus resultierenden Luftaustausch sei mit einem weiteren Absinken der Messwerte zu rechnen. „Dieser Gebäudeabriss ist keine gezielte Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität, er zeigt aber, wie fragwürdig bei der Auswahl von Standorten für Messstellen vorgegangen wird“, heißt es in der Mitteilung. In Anbetracht der ständig fallenden Messwerte wären Pkw-Fahrverbote aus Sicht des Oberbürgermeisters unverhältnismäßig.

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Erstellt:
11. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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