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Notfallausrüstung

Grundregeln Wer sich im alpinen Gelände bewegt, muss grundlegende Regeln befolgen – egal wie hoch die Lawinenwarnstufe ist. Detaillierte Kenntnisse des Geländes sind Grundvoraussetzung. Zudem sollte man niemals allein unterwegs sein und stets die komplette Sicherheitsausrüstung mitführen. Auch wenn die Ausrüstung keine völlige Sicherheit bieten kann, erhöhen sich mit ihr im Ernstfall die Überlebenschancen. Experten raten zudem dazu, vorab Kurse und Seminare zu besuchen, in denen das richtige Verhalten am Berg sowie der Umgang mit der Ausrüstung vermittelt werden.

LVS-Gerät Das sogenannte Lawinenverschüttetensuchgerät, kurz LVS, ist ein Sender und ein Ortungsgerät zugleich. Es ermöglicht, unter einer Lawinen gefunden zu werden oder selbst nach verschütteten Kameraden suchen zu können. Mithilfe des LVS kann die grobe Position eines Lawinenopfers unter dem Schnee bestimmt werden.

Sonde Dabei handelt es sich um einen langen Metallstab, der zusammengefaltet im Rucksack mitgeführt wird. Nachdem die Stelle markiert wurde, an der das Lawinenopfer laut dem LVS liegen müsste, wird der Stab in kurzen Abständen in den Schnee gesteckt und so nach dem Körper gesucht.

Schaufel Damit ein Verschütteter gerettet werden kann, muss er aus dem Schnee befreit werden. Das geht effektiv nur mit einer robusten Schaufel, die wie die Sonde zusammengeklappt im Rucksack Platz findet.

Dauer der Suche Langjährige Untersuchungen zeigen, dass nur mit einer vollständigen Notfallausrüstung die Chance besteht, ein Lawinenopfer rechtzeitig zu finden. Hat der Retter vor Ort allein ein LVS, dauert die Suche demnach zwischen ein und zwei Stunden. Mit LVS und Schaufel ausgerüstet, vergehen bis zur Rettung des Opfers im besten Fall 25 Minuten. In Kombination aus LVS, Schaufel und Sonde ist die Rettung innerhalb von etwa zehn Minuten möglich – vorausgesetzt die Retter sind geübt im Umgang mit der Ausrüstung. Nach zehn Minuten sinkt die Überlebenschance eines Lawinenopfers mit rapider Geschwindigkeit gegen null. Recco-Reflektoren, die in etwa Skijacken eingenäht werden, können nur mit professionellen Geräten der Rettungskräfte gefunden werden und bieten daher keinen ausreichenden Schutz.

Airbag Ein Airbag-Rucksack ist ein zusätzlicher Schutz. Durch die im Unglücksfall aufgeblasenen Luftsäcke kann die Tiefe einer Verschüttung reduziert werden. Ein solcher Rucksack allein bietet jedoch keinen ausreichenden Schutz. (hah)

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Erstellt:
21. Januar 2019, 16:10 Uhr

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