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Nothilfe übernimmt die Rezeptkosten

BKZ-Leser helfen: Mehrere Institutionen erhalten Fördertöpfe, mit denen sie im Raum Backnang Bedürftigen helfen können

Auch wenn Deutschland ein reiches Land ist, so gibt es doch auch mitten unter uns Menschen in Not. Mehrere Institutionen kümmern sich um diese Menschen, etwa die Diakonie- und Sozialstationen, das Amt für Familie, Jugend und Bildung der Stadt Backnang oder das Kreisjugendamt. Traditionell erhalten sie, die nah dran sind an den Menschen, von der Aktion BKZ-Leser helfen einen Spendentopf, mit dessen Inhalt sie die schlimmsten Nöte lindern können.

Viele helfende Hände können Großes bewegen. Auch bei unserer Aktion BKZ-Leser helfen. Foto: MEV

© MEV

Viele helfende Hände können Großes bewegen. Auch bei unserer Aktion BKZ-Leser helfen. Foto: MEV

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Die Helfer kennen die Situationen nur allzu gut. Jene, in denen das soziale Netz nicht greift. Die Bedürftigen brauchen dann zum Beispiel eine neue Brille oder sitzen auf einer Zahnarztrechnung. Die Mitarbeiter der Diakonie- und Sozialstationen oder der Ämter können in diesen Fällen sehr gut einschätzen, ob eine Unterstützung über die gesetzliche Förderung hinaus angebracht ist. Darum erhalten diese Institutionen jeweils einen Fördertopf, über den sie frei verfügen und schnelle Hilfe leisten können. Im Folgenden schildert die Sozialberatung des Kreisdiakonieverbandes zwei exemplarische Fälle, bei denen sie dankbar für diese Hilfsmöglichkeit ist:

Herr X. ist Mitte 40 und psychisch erkrankt. Nach dem Jobverlust musste er seinen Lebensunterhalt mit Arbeitslosengeld-II-Leistungen sicherstellen. Aufgrund der hohen psychischen Belastung gab es immer wieder Probleme mit dem Amt, weil zum Beispiel Termine nicht wahrgenommen wurden. In der Folge kam es zu Zahlungslücken, sodass wichtige Medikamente nicht gekauft werden konnten. Durch eine Nothilfe konnten die Rezeptgebühren übernommen werden. Während der Beratung konnte der Kontakt zum Arbeitsvermittler des Jobcenters verbessert und die individuelle Situation dargestellt werden. Des Weiteren lag Herr X. eine Aufforderung zur Senkung der Kosten der Unterkunft vor, weil die Wohnkosten höher als die anerkannte Mietobergrenze des Wohnorts war. Der drohende Verlust des Rückzugsorts und des sozialen Umfelds wirkten sich sehr negativ auf die seelische Gesundheit aus, sodass mithilfe des Sozialdiensts die Wohnung für weitere zwei Jahre gehalten werden konnte.

Frau G. ist mittleren Alters und alleinlebend. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie von einer kleinen Erwerbsminderungsrente und mit aufstockenden Sozialleistungen. Aufgrund einer schweren Krankheit und einer damit verbundenen Magenoperation hat Frau G. innerhalb weniger Monate 40 Kilogramm abgenommen. Im weiteren Verlauf hat sie ihr Leben an vielen Stellen verändert. Sie stellte ihre Ernährung um, geht wieder regelmäßig aus dem Haus und betreibt Gesundheitssport. Durch die schnelle Gewichtsreduktion musste nahezu die ganze Kleidung ausgetauscht werden. Im Rahmen der Beratung konnte beim Sozialhilfeträger ein Antrag auf Sonderbedarf gestellt werden. Dennoch war es nicht möglich, die entsprechende Winterkleidung zu erwerben. Mithilfe von Spendenmitteln konnte sie sich jetzt neue Schuhe und eine Winterjacke kaufen.

Nothilfe übernimmt die Rezeptkosten
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Die aktuelle Spenderliste

Theresia Schick; Claudia und Andreas Ziegele, Backnang; Gisela und Dieter Stapf; Brigitte und Klaus Lieb; Gerhard Schwaderer; Thomas und Kay Kehrer; Maik Schwinger; Pia und Klaus Weimann; Isolde und Karl Paul; Helga und Erich Knödler, Backnang; Birgit Evnouchou; Klaus Ziesel; Petra Blessing-Ludwig und Alexander Ludwig; Günter Reil, Allmersbach im Tal; Inge und Dieter Bergen; Christel und Jürgen Hermann, Oppenweiler; Helga Brandner; Jutta und Roland Herb; Simon Schulz; Stefan Gerngross; Uta Pfeil-Hermann; Rita Heinerich-Bua; Sabine und Rainer Tigges; Walter Holdenried; Sieglinde Bohn; Christine Wall; Hilde Schlehner; Monika und Hermann Reinhard, Aspach; Gerlinde und Bernd Roetter, Oppenweiler; Familie Schwarz, Aspach; Silvia und Herbert Baumann; M. Layher; Familie Monika und Werner Thena, Weissach im Tal; Maria und Heinz Kaldi, Backnang; Elisabeth Niepenberg; Elisabeth Baum; Karl Hansmann; Ursula und Kurt Wörner; Helga und Klaus Becker, Backnang-Waldrems; Susanne und Thomas Haag; Renate Bauer; Ursula Erkenbrecher; Ursula und Werner Hoenig; Käthe und Friedrich Wurst; Jutta und Günter Schulze; Heidtraut und Kurt Sanzenbacher; Renate und Hermann Wetzel; Erwin Klink; Erika Männer; Herbert Janner, Backnang; Dieter Axtmann; Margarete Radetzky; Marianne Karp; Anita und Reinhold Locherer; Manfred Ander; Horst Giesecke; Hans Peter Müller; Waldemar Wages; Jürgen Manhalter; Margarete Knatz; Annegret und Rainer Solbach; Jürgen Baumann; Lore Kiening; Regina und Walter Schips, Oppenweiler; Gerlinde und Wolfgang Peter; Marita und Bernhard Wengert; Familie Riener; Gudrun und Dietmar Frank, Backnang; Heidi und Andreas Meyer, Aspach; Wolfgang Kopf; Eberhard Blank; Cornelia Robitschek und Anis Kechim; Susanne und Thomas Lehmann; Hilde und Udo Roloff; Werner Schmidgall; Sabine und Reinhardt Schiller, Sulzbach; Dr. Hubert Assmann. Allen Spendern gilt ein herzliches Dankeschön.

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Erstellt:
3. Dezember 2019, 06:00 Uhr

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