Schweizer Pharmariese

Novartis schließt Werk in Wehr – 220 Arbeitsplätze betroffen

Ein großer Pharmakonzern zieht sich aus Südbaden zurück. Die Arbeitsplätze vieler Mitarbeiter fallen weg. Parallel investiert der Konzern in einen neuen Standort.

Der Hauptsitz des Schweizer Pharmaunternehmens Novartis.

© Patrick Seeger/dpa/Patrick Seeger

Der Hauptsitz des Schweizer Pharmaunternehmens Novartis.

Von red/dpa/lsw

Der Schweizer Pharmariese Novartis will seinen Produktionsstandort im südbadischen Wehr bis Ende 2028 schließen. Wie das Unternehmen aus Basel mitteilte, fallen damit rund 220 Arbeitsplätze weg. Der Grund für die Entscheidung: Der Standort im Landkreis Waldshut sei nicht mehr wettbewerbsfähig. 

„Wir sind uns der Unsicherheit bewusst, die diese Ankündigung für unsere Kolleginnen und Kollegen am Standort Wehr mit sich bringt“, hieß es von Produktionschef Steffen Lang. Das Unternehmen wolle transparent und respektvoll mit den Mitarbeitenden sowie der Gemeinde Wehr zusammenarbeiten.

Am Standort Wehr werden demnach bislang Tabletten und Kapseln hergestellt. Die Versorgung von Patienten sei durch die Schließung nicht gefährdet, betonte Novartis. Das Unternehmen bekenne sich weiterhin zum Standort Deutschland. Parallel investiere Novartis 35 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte für Krebstherapien in Halle in Sachsen-Anhalt, die 2027 den Betrieb aufnehmen soll. In Deutschland beschäftigt Novartis nach eigenen Angaben über 2.600 Mitarbeitende an sechs Standorten.

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Erstellt:
5. Mai 2026, 12:00 Uhr

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