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Oberste Schulpsychologin: Auf traumatisierte Schüler achten

dpa/lsw Stuttgart. Die Corona-Krise und ihre Folgen wie Schulschließungen könnten einige Kinder traumatisiert haben - das glaubt die Vorsitzende des baden-württembergischen Landesverbands Schulpsychologie, Nina Großmann. „Die vergangenen Wochen müssen behandelt werden wie eine schulische Krise“, sagte sie der „Schwäbischen Zeitung“ (Mittwoch). „Das ist eine Ausnahmesituation, in der etwas passiert, das die Kinder und Lehrkräfte emotional stark in Anspruch nimmt - zum Beispiel ein Todesfall einer Lehrkraft, ein Unfall auf dem Schulweg, oder Amok-Fehlalarme, bei denen alle Türen verriegelt werden und die Polizei in Ausrüstung und mit Waffen in die Schule kommt.“

Blick in ein leeres Klassenzimmer eines Gymnasiums. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Blick in ein leeres Klassenzimmer eines Gymnasiums. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Auch jetzt gebe es Gesprächsbedarf. „Wie nach solchen Ereignissen müssen wir damit rechnen, dass einige Kinder auch jetzt traumatisiert sind“, sagte Großmann. Die Schulen sollten darauf Rücksicht nehmen. „Sich im Klassenverband auszutauschen und gehört werden ist wichtig“, sagte Großmann der Zeitung. „An jeder Schule gibt es zudem ein Krisenteam, das von uns trainiert wurde. Dieses sollte die besonders belasteten Kinder genau im Blick haben und ihnen zusätzliche Gespräche anbieten.“

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Erstellt:
14. April 2020, 18:50 Uhr

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