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OECD: Corona löst schlimmste Rezession seit 100 Jahren aus

dpa Paris. Die Corona-Krise wird die Wirtschaft jahrelang begleiten, sagen Experten der OECD, die zwei Zukunftsszenarien präsentierten.

Containerschiff in Newark: Die OECD erwartet die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren. Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

Containerschiff in Newark: Die OECD erwartet die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren. Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

Bürger, Unternehmen und Staaten müssen sich nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD wegen der Covid-19-Pandemie auf äußerst schwere und lang anhaltende Folgen einstellen.

Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris in einem Konjunkturbericht mit.

Eine höhere öffentliche Verschuldung sei zwar nötig, berichtete Chefökonomin Laurence Boone. „Schuldenfinanzierte Ausgaben müssen jedoch sehr gezielt eingesetzt werden, um die schwächsten Gruppen zu unterstützen und die Investitionen zu fördern, die für den Aufbau einer krisenfesteren Wirtschaft nötig sind.“

„Solange weder ein Impfstoff noch ein wirksames Medikament allgemein verfügbar ist, müssen die Politikverantwortlichen in aller Welt einen Drahtseilakt vollführen“, so Boone. Generalsekretär Angel Gurría forderte, die Arbeitslosigkeit dürfe nicht auf hohem Niveau bleiben, sonst drohe „einer ganzen Generation junger Menschen“ ein Rückschlag.

Die OECD präsentierte zwei Szenarien: Ein erstes Szenario nimmt an, dass das Coronavirus weiter zurückgedrängt und kontrolliert wird. In einem anderem wird vorausgesetzt, dass es im weiteren Jahresverlauf zu einer zweiten Infektionswelle kommt.

In diesem besonders schlimmen Fall könnte die Wirtschaft in der Eurozone demnach 2020 um 11,5 Prozent schrumpfen, die Deutschlands um 8,8 Prozent und die Frankreichs sogar um 14,1 Prozent. Für das kommende Jahr wird bei beiden Szenarien wieder ein Wachstum in der Eurozone insgesamt und bei den beiden EU-Schwergewichten erwartet.

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Erstellt:
10. Juni 2020, 12:31 Uhr

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