Palmer warnt Impfgegner vor Folgen

dpa/lsw Tübingen. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat Impfgegner in der Corona-Pandemie vor den Folgen ihrer Entscheidung gewarnt. „Ungeimpfte brauchen eben zehnmal häufiger ein Intensivbett“, schrieb Palmer am Montag auf seiner Facebook-Seite. Wer sich nicht impfen lasse, spiele derzeit auch mit dem Leben anderer Menschen. „Und das ist einfach keine Privatsache mehr.“

Boris Palmer (Grüne), Oberbürgermeister von Tübingen, trägt eine FFP2-Maske. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Boris Palmer (Grüne), Oberbürgermeister von Tübingen, trägt eine FFP2-Maske. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und fehlender Betten auf den Intensivstationen müssten derzeit Operationen abgesagt werden, und Patienten auch mit anderen Krankheiten würden verlegt oder zu spät behandelt.

Privatsache sei das Impfen erst wieder, wenn die Folgen einer schweren Krankheit wegen unterlassener Impfung privat getragen werden. „Das geht: Einfach auf den Platz im Krankenhaus verzichten, dann kann hier jeder mit seinem Körper machen, was er will“, schrieb Palmer.

Auf Anfrage bezeichnete Palmer seinen Post als „Gedankenexperiment“. Er diene dazu aufzuzeigen, dass die Impfung eben keine Privatsache sei. „Also, liebe Impfgegner, unterschreibt eine Patientenverfügung, dass ihr auf Krankenhausbehandlung verzichtet. Dann können wir alle Corona-Maßnahmen aufheben. Denn für die Geimpften haben wir genug Personal und Betten.“

© dpa-infocom, dpa:211115-99-06164/2

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Erstellt:
15. November 2021, 13:45 Uhr

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