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Parkplätze um die Schule sind rar

Gemeinderat Oppenweiler diskutiert über die Einrichtung einer Hol- und Bringzone

 Diskussion ums Parken: Vor allem im Bereich um die Murrtalschule kommt es oft zu Engpässen. Foto: F. Muhl

© Florian Muhl

Diskussion ums Parken: Vor allem im Bereich um die Murrtalschule kommt es oft zu Engpässen. Foto: F. Muhl

Von Lorena Greppo

OPPENWEILER. Die Parksituation in Oppenweiler ist ein Ärgernis, da stimmen Gemeinderäte und Verwaltung überein. Vor allem im Bereich um die Murrtalschule kommt es oft zu Engpässen. Wie man an dieser Stelle für Abhilfe sorgen kann, darüber gehen die Meinungen auseinander, wie eine Diskussion in der jüngsten Gemeinderatssitzung zeigte.

„Es ist sehr ärgerlich, wie in dieser Gegend geparkt wird“, äußerte sich Erhard Friz, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählervereinigung (FWV). Er ließ bei der Gemeindeverwaltung anfragen, wann die geplanten Markierungen für ein Halteverbot angebracht werden können. Denn dort sei die Straße oft geradezu zugestellt mit Autos. Selbst auf Privatgrundstücken würden fremde Fahrzeuge abgestellt, so Friz. Die Verwaltung hatte bereits den Wunsch geäußert, in diesem Bereich eine Hol- und Bringzone für die Eltern der Schul- und Kindergartenkinder einzurichten.

Für Gudrun Rauh, Fraktionsvorsitzende der Freien Gemeindeliste (FGL), ist eine andere Variante vorzuziehen. Sie regte an, auf dem für die Mitarbeiter der Schule und des Kindergartens vorgesehenen Parkplatz auch kurzzeitiges Parken für Eltern zu erlauben. „Der viele Verkehr in der Wilhelmsheimer Straße ist gefährlicher als kurz auf dem Parkplatz zu halten“, findet sie. Die Mitarbeiter von Schule und Kindergarten bräuchten auch gar nicht alle Stellplätze auf dem Schulparkplatz, erklärte Rauh. Es blieben immer einige leer, die nach jetziger Regel aber nicht anderweitig genutzt werden dürften. Ihr Vorschlag lautete deshalb: Dem Schul- und Kindergartenpersonal sollten die nötigen Parkplatze ausgewiesen werden, auf allen anderen Plätzen solle dann kurzzeitiges Parken – auf eine halbe Stunde beschränkt – erlaubt sein.

Parken ist an den sogenannten Elternhaltestellen nicht erlaubt

Bürgermeister Bernhard Bühler ließ für diesen Vorschlag jedoch wenig Begeisterung erkennen. Das Problem seien weniger die Eltern, vielmehr werde der Schulparkplatz von Fremdnutzern missbraucht, die etwa im gegenüberliegenden Café säßen. Das derzeit geltende Parkverbot für alle außerhalb der Schule und des Kindergartens zu lockern, habe daher durchaus eine Daseinsberechtigung. „Anders bekommt man das nicht in den Griff“, erklärte Bühler. Er finde es auch richtig, dass nur die Lehrer und Erzieher den Parkplatz nutzen dürfen: „Alle anderen haben da auch nichts verloren.“ Für die Eltern, die ihre Kinder in Schule und Kindergarten bringen, zeigte der Bürgermeister Verständnis. An sie werde sicherlich niemand einen Strafzettel verteilen, nur weil sie auf dem Parkplatz kurz ihre Kinder rauslassen. Nur parken sollen sie dort eben nicht. Gerade für sie sei die Einrichtung einer Hol- und Bringzone vor der Schule vorteilhaft. „Das ist heutzutage auch Standard.“

Eine sogenannte Hol- und Bringzone ist eine Haltebucht oder eine entsprechend ausgewiesene Zone, ähnlich einer Bushaltestelle, wo Eltern mit dem Auto anhalten und ihre Kinder aussteigen lassen können. In den Straßenabschnitten davor und dahinter ist absolutes Halteverbot. Parken ist an den „Elternhaltestellen“ nicht erlaubt. Denn Bühler weiß auch: „Da verquatscht man sich schnell mal, wenn sich die Eltern dann vor der Schule über den Weg laufen.“ Der Verkehrsclub ADAC empfiehlt die Hol- und Bringzonen, da so vermieden werden könne, dass Eltern, die keinen Parkplatz finden, an Bushaltestellen, im Halteverbot, auf dem Zebrastreifen oder in zweiter Reihe halten.

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Erstellt:
25. April 2019, 06:00 Uhr

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