Per Scheinehe eingeschleust? Ermittlungen in vier Ländern

dpa Weil am Rhein. Sie sollen mit Hilfe von Scheinehen illegal Ausländer nach Deutschland geschleust haben: Im Zuge von Ermittlungen gegen sechs Personen hat die Bundespolizei in mehreren Bundesländern neun Objekte durchsucht. Die Aktion fand am Donnerstag in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Niedersachsen statt, 200 Beamte waren im Einsatz, wie die Bundespolizei Weil am Rhein mitteilte. In Baden-Württemberg gab es nach Angaben eines Sprechers Durchsuchungen in Freiburg und Mannheim.

Der Schriftzug „Polizei“ ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild/Archivbild

Der Schriftzug „Polizei“ ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild/Archivbild

Die sechs Verdächtigen verschiedener Nationalitäten im Alter zwischen 40 und 64 Jahren werden verdächtigt, an der Vermittlung von Scheinehen zwischen vornehmlich indischen Männern und EU-Bürgerinnen beteiligt gewesen zu sein. Über diese Ehen sollen die Männer an Aufenthaltstitel für Deutschland gelangt sein und durften hierzulande arbeiten.

Die weiteren Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Freiburg sollen laut Bundespolizeisprecher etwa die Frage beantworten, ob die Verdächtigen gemeinsam handelten. Die Behörden hätten sie schon seit mehr als eineinhalb Jahren im Visier. Am Donnerstag seien kistenweise Beweismaterialien sichergestellt worden. Darunter waren laut Mitteilung ein mittlerer fünfstelliger Bargeldbetrag und elektronische Geräte. Die Verdächtigen blieben vorerst auf freiem Fuß.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-307949/5

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Erstellt:
22. April 2021, 12:48 Uhr

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