Petersen über Fußball ohne Fans: „Schmerzliche Entwicklung“

dpa/lsw Freiburg. Stürmer Nils Petersen vom Bundesligisten SC Freiburg sieht die Stimmung rund um den Profifußball in Zeiten der Corona-Krise mit Sorge. „Angenommen, ich wäre ein Bistrobetreiber, dann stünde jetzt meine Existenz auf der Kippe. Gleichzeitig würde ich sehen, wie Fußballprofis, die eh schon privilegiert sind, weiterarbeiten dürfen - das würde mich natürlich frustrieren“, sagte der 31-Jährige der „Badischen Zeitung“ (Samstag).

Nils Petersen auf dem Spielfeld. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Nils Petersen auf dem Spielfeld. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Er sei „froh und dankbar, dass ich meinen Beruf ausüben darf“, betonte Petersen. „Aber natürlich macht es weniger Spaß als sonst. Die Stadien sind leer, das Interesse schwindet.“ Die fehlenden Fans würden eine „riesige Lücke“ hinterlassen, sagte der Angreifer. „Vor allem, weil der eine oder andere Fan fühlt: 'Aha, es geht also auch ohne uns.' Das ist eine schmerzliche Entwicklung.“

Mit Blick auf den mäßigen Saisonstart der Freiburger, die aus den ersten sieben Liga-Spielen sechs Punkte holten und am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) den Tabellenletzten FSV Mainz 05 empfangen, sagte Petersen: „Wir müssen schon noch eine Schippe drauflegen.“ Noch „im Februar, März mit dem Rücken zur Wand zu stehen“ sei „sehr ungemütlich“.

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Erstellt:
21. November 2020, 10:47 Uhr

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