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Pilotprojekt testet Parkhäuser als Logistik-Drehkreuz

dpa Stuttgart. Ungenutzte Stellflächen in Innenstadt-Parkhäusern sollen künftig als Verlade-Stationen für Logistikunternehmen genutzt werden können. In Stuttgart wurde dazu am Montag ein Pilotprojekt namens „Park_up“ gestartet. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) wollen zusammen mit dem Parkhausbetreiber Apcoa, dem Logistiker Velocarrier und dem Parkdienstleistungsanbieter Evopark herausfinden, unter welchen Bedingungen ein solches System funktionieren und die Innenstädte vom Verkehr entlasten kann.

Vor allem am frühen Morgen, wenn viele Parkhäuser leer sind, sollen die Stellplätze als eine Art Kurzzeit-Zwischenlager dienen, wo Waren von größeren Fahrzeugen auf kleine Lastenräder umgeladen werden. So sollen große Lieferfahrzeuge aus der Innenstadt herausgehalten werden, was den Projektpartnern zufolge bislang oft daran scheitert, dass es dort keine Umlademöglichkeiten gibt. Entweder gebe es keine Flächen oder sie seien viel zu teuer. „Es ist für einen Logistiker wirtschaftlich nicht darstellbar, Flächen in der Innenstadt zu mieten“, sagte IAO-Projektleiter Bernd Bienzeisler. Bei „Park-up“ zahlt das Unternehmen nur die Zeit für die Nutzung des Parkplatzes. Danach können dort wieder ganz normal Autos abgestellt werden.

Vom Parkhaus aus sollen die Lastenräder dann in einem Umkreis von etwa 800 Metern operieren. Das Projekt läuft zunächst an drei Standorten in Stuttgart. Apcoa-Chef Philippe Op de Beeck geht aber davon aus, dass es auch in anderen Städten funktioniert. Das Projekt wird vom Bund mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert.

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Erstellt:
24. Juni 2019, 13:59 Uhr

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