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Planschbecken zu schwer: Balkon stürzt ab

dpa/lsw Stuttgart. Erfrischend sollte das Bad auf dem Balkon werden. Also schieben ein paar Freunde in Stuttgart ein Planschbecken auf das Holzgestell. Unter der Last von Wasser und Freunden bricht der Balkon allerdings zusammen. Kein Wunder, sagt der Statiker.

Ein Handtuch hängt an einem eingestürzten Balkon eines Wohn- und Geschäftshauses. Foto: Marijan Murat

Ein Handtuch hängt an einem eingestürzten Balkon eines Wohn- und Geschäftshauses. Foto: Marijan Murat

Unter dem Gewicht eines prall gefüllten Planschbeckens ist ein Balkon in Stuttgart zusammengebrochen, mehrere Menschen wurden verletzt. Das Becken mit einem Durchmesser von 3 Metern und einer Höhe von 70 Zentimetern war an einem der heißesten Tages des Jahres auf dem Balkon im 1. Stock des Hauses aufgestellt worden. „Weil der Holzbalkon an der Seite eingebrochen ist, auf der das Becken stand, gehen wir davon aus, dass das auch der Grund war“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

Statt im erfrischenden Wasser zu planschen, zog es sechs Menschen am Sonntag vier Meter in die Tiefe. Ein Mensch davon wurde in ein Krankenhaus gebracht. „Das Gewicht eines prall gefüllten Pools unterschätzt man“, sagte die Polizeisprecherin.

Kein Wunder, sagt auch Ralf Egner, der Landesvorsitzende der Vereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik. „Ein Balkon muss für eine sogenannte Verkehrslast von 400 Kilogramm pro Quadratmeter ausgelegt sein“, sagte er auf Anfrage. 70 Zentimeter Wasser hätten allerdings bereits ein Gewicht von 700 Kilogramm pro Quadratmeter. „Und wenn man dann noch den großen Durchmesser des Pools betrachtet, überrascht es nicht, dass ein Holzbalkon einstürzt.“

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Erstellt:
1. Juli 2019, 14:33 Uhr

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